Sie befinden sich hier:

Startseite > Erste Hilfe > Organspendeausweis

Tests & Checks

Rund um Erste Hilfe

Organspendeausweis

Stand: 2. März 2012Autor: Onmeda-Redaktion

Organspendeausweis – ja oder nein? Viele Menschen reagieren auf dieses Thema zögerlich. Ein möglicher Grund: Unsicherheit. Doch das muss nicht sein, denn es gelten klare Richtlinien für den Organspendeausweis. Was passiert, wenn man trotz Ausweis seine Meinung zur Organspende ändert? Kann ich selbst bestimmen, welche Organe ich spenden möchte? Und wer darf eigentlich Organe spenden? Wir haben die wichtigsten Fragen für Sie beantwortet.

In einer Hand liegt ein rotes Herz aus Holz
Mit dem Organspendeausweis bestimmen Sie selbst, welche Organe / Gewebe Sie spenden möchten.

Die Zahl derjenigen, die einen Organspendeausweis besitzen, wächst. Mehr als jeder fünfte Bundesbürger hat ihn schon – Männer und Frauen nahezu gleichermaßen. Auch das Alter der potenziellen Organspender ist bunt gemischt. Wer einen Organspendeausweis mit sich trägt, erklärt, ob er im Falle seines Todes seine Organe / Gewebe für eine Transplantation zur Verfügung stellen würde – oder nicht.

In Zukunft soll die Organspende neu geregelt werden: Alle Bürger ab 16 Jahren sollen in regelmäßigen Abständen befragt werden, ob Sie zur Organspende bereit sind oder nicht.

Im Organspendeausweis können Sie nicht nur festlegen, ob Sie zur Organspende bereit sind. Es ist beispielsweise auch möglich, bestimmte Organe / Gewebe auszuschließen oder nur einzelne Organe zur Spende freizugeben. Oder Sie überlassen die Entscheidung einer Vertrauensperson – auch das können Sie im Organspendeausweis festhalten.

Sie allein bestimmen, welche Organe / Gewebe Sie nach Ihrem Tod zur Verfügung stellen. Ihre Meinung dazu können Sie jederzeit ändern.

Übrigens: Seine Meinung zur Organspende in einem Testament festzuhalten, wäre vergeblich – denn ein Testament wird in der Regel erst dann verlesen, wenn die Person längst verstorben ist, sodass es für eine Organentnahme zu spät wäre.

1. Warum ein Organspendeausweis?
2. Wie ist der Organspendeausweis aufgebaut?
3. Gibt es Voraussetzungen für einen Organspendeausweis?
4. Was kann gespendet werden?
5. Kann ich entscheiden, wer meine Organe nach dem Tod bekommt?
6. Wo bekomme ich den Organspendeausweis?
7. Wo sollte man den Organspendeausweis aufbewahren?
8. Kann ich meine Entscheidung rückgängig machen?
9. Ist der Organspendeausweis auch im Ausland gültig?

1. Warum ein Organspendeausweis?

Ein Organspendeausweis ist aus mehreren Gründen sinnvoll. Egal, was Sie im Ausweis festhalten: Sie sorgen in jedem Fall für geregelte Verhältnisse. Im Notfall fällt es Angehörigen oft sehr schwer, eine Entscheidung zu treffen – der Organspendeausweis schafft hier in den meisten Fällen Klarheit.

In Deutschland wird man erst dann zu einem Organspender, wenn man diesen Wunsch ausdrücklich schriftlich oder mündlich äußert. Gerade deswegen ist es besonders wichtig, dass Ihre Angehörigen Ihre Meinung kennen. Wenn Sie keinen Organspendeausweis besitzen, werden Ihre nächsten Verwandten befragt und diese müssen entscheiden, ob Sie eine Spende gewollt hätten.

Mit einem Organspendeausweis können Sie im Fall der Fälle Leben retten – tausende Menschen warten täglich auf das für sie notwendige Spenderorgan.

2. Wie ist der Organspendeausweis aufgebaut?

Man sieht einen Organspendeausweis.
Organspendeausweis
(Vergrößern: Bild anklicken)
Man sieht die Rückseite eines Organspendeausweises.
Organspendeausweis: Rückseite
(Vergrößern: Bild anklicken)

Der Organspendeausweis ist besonders handlich, sodass Sie ihn überall mit hinnehmen können. Er hat in etwa das Format einer Visitenkarte und passt damit perfekt in ein Portemonnaie.

Den Organspendeausweis können Sie ganz einfach selbst ausfüllen. Auf der Vorderseite des Ausweises machen Sie Angaben zu:

  • Ihrem Namen und Vornamen
  • Ihrer aktuellen Anschrift
  • Ihrem Geburtsdatum

Auf der Rückseite des Organspendeausweises legen Sie durch Ankreuzen fest, was im Notfall mit Ihren Organen / Geweben passieren darf. Zudem gibt es Textfelder, in welche Sie beispielsweise eintragen können, welche Organe Sie von der Spende ausschließen möchten oder welche Person im Notfall über eine Spende entscheiden soll. So können Sie entweder:

  • jeder Organ- und Gewebeentnahme zustimmen ODER
  • prinzipiell zustimmen, aber bestimmte Organe / Gewebe ausschließen ODER
  • zustimmen, nur bestimmte Organe / Gewebe zu entnehmen ODER
  • der Organspende komplett widersprechen ODER
  • festlegen, dass eine bestimmte Person die Entscheidung für Sie treffen soll.

Wichtig ist, dass Sie nur eine der fünf Möglichkeiten ankreuzen – nur so können Sie Missverständnisse vermeiden.

Das könnte Sie auch interessieren

Erste Hilfe

Erste Hilfe

Erfahren Sie im Ratgeber mehr über Erste Hilfe! mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Sudoku

Sudoku

Sudoku spielen fördert das logische Denken und die Konzentrationsfähigkeit und hilft Ihnen, Ihr Gedächtnis spielerisch zu trainieren. mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.