Erste Hilfe bei Ohnmacht

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (30. Oktober 2015)

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Eine Ohnmacht ist eine kurzzeitige Bewusstlosigkeit, die wenige Sekunden bis Minuten dauert. Meist tritt sie im Stehen ein und lässt den Betroffenen zu Boden sacken.

Kurz vor einer Ohnmacht wird oft Schwindel, Kälte oder Brechreiz empfunden oder es kommt zu Erbrechen. Das Gesicht des Betroffenen wird blass und ist unter Umständen schweißbedeckt. In der Regel erlangt der Betroffene das Bewusstsein innerhalb einer Minute wieder. Eine Ohnmacht kann aber unter Umständen auch in eine länger andauernde Bewusstlosigkeit übergehen. Wenn das Bewusstsein nach kurzer Zeit zurückkehrt, erinnert sich der Betroffene meist nicht an die Ohnmacht.

Was tun bei Ohnmacht?

  • Sprechen Sie den Betroffenen an, rütteln Sie ihn leicht an der Schulter.
  • Reagiert er darauf nicht, überprüfen Sie die Atmung.
  • Atmet er nicht,
  • Atmet er noch,
    • bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage.
    • Rufen Sie den Notarzt (112).
    • Überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen die Atmung.
    • Setzt diese aus, beginnen Sie mit Wiederbelebungsmaßnahmen.
  • Lassen Sie den Betroffenen bis zum Eintreffen des Notarztes nicht allein.

Wann ist professionelle Hilfe notwendig?

Eine Bewusstlosigkeit ist ein Notfall, bei der Sie grundsätzlich den Rettungsdienst (112) rufen sollten! Lassen Sie auch bei einer nur kurzzeitigen Ohnmacht die möglichen Ursachen zeitnah abklären.



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