Muskelzerrung

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (12. April 2012)

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Bei einer Muskelzerrung kommt es zu einem plötzlichen krampfartigen, starken Schmerz. Der Muskel ist sofort bewegungsunfähig, da die Muskelfasern extrem überdehnt sind. Nach und nach verhärtet sich der Muskel.

Häufige Ursache für eine Muskelzerrung ist das Heben schwerer Lasten aus einer ungünstigen Körperposition, insbesondere, wenn eine ruckartige Drehbewegung dabei gemacht wird. Auch Sportler sind oft betroffen. Die Schmerzen und die Bewegungseinschränkung durch eine Muskelzerrung können einen Tag bis mehrere Wochen andauern.

Erste Hilfe bei Muskelzerrung

  • Der Betroffene sollte seine Tätigkeit unterbrechen und den jeweiligen Teil des Körpers ruhigstellen.
  • Kühlen Sie die Stelle so rasch wie möglich, zum Beispiel mit einem Kältekissen (nicht direkt auf die Haut, am besten in ein Tuch einwickeln). Kühlen Sie anfangs etwa 30 bis 45 Minuten lang und machen Sie dann eine Pause. Danach können Sie sporadisch weiterkühlen.
  • Lagern Sie den betroffenen Körperteil hoch, um ein Anschwellen des Gewebes zu vermeiden.
  • Legen Sie einen Verband mit einer elastischen Binde an, aber nicht so fest, dass die Durchblutung unterbrochen wird.

Wann ist professionelle Hilfe notwendig?

Bei einer Muskelzerrung muss in der Regel kein Notarzt gerufen werden. Lassen Sie die Zerrung dennoch zeitnah von einem Arzt begutachten. Nur er kann festellen, ob nicht möglicherweise auch Bänder oder Gelenke betroffen sind.



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