Erste Hilfe bei Insektenstich

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (13. August 2015)

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Insektenstiche in Mund, Rachen oder Zunge führen dazu, dass die Schleimhäute anschwellen können, sodass die Atmung beeinträchtigt wird. Schmerzen im Mund-Rachen-Raum und zunehmende, plötzliche Atembeschwerden mit Panik bis hin zur drohenden Erstickung können die Folge sein.

Außerhalb des Mund- und Rachenraums führen Insektenstiche oft zu Schwellungen, Rötungen, Juckreiz, Quaddeln und Schmerzen.

Insektenstiche können insbesondere bei Allergikern zu heftigen Reaktionen wie Schweißausbrüchen, Kreislaufstörungen und Bewusstlosigkeit bis hin zum lebensbedrohlichen Schock führen. Aber auch bei nicht allergischen Personen kann ein Insektenstich je nach Art des Insekts und der Anzahl der Stiche mit heftigen Reaktionen verbunden sein.

Erste-Hilfe-Maßnahmen – das können Sie tun:

So handeln Sie, wenn eine Person im Mund- und Rachenraum gestochen wurde:

  • Es droht Erstickungsgefahr! Alarmieren Sie umgehend den Notruf (112).
  • Ist der Betroffene bei Bewusstsein, geben Sie ihm Eiswürfel zum Lutschen, Speiseeis oder kühle Getränke.
  • Wickeln Sie kalte Umschläge um den Hals.
  • Versuchen Sie, den Betroffenen zu beruhigen.
  • Beruhigen Sie den Betroffenen und bleiben Sie bis zum Eintreffen des Notarztes bei ihm.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig, ob der Betroffene noch bei Bewusstsein ist. Falls der Betroffene bewusstlos ist, aber

So handeln Sie bei Insektenstichen außerhalb des Mund- und Rachenraums:

  • Sollte der Stachel noch in der Haut verblieben sein, etwa nach einem Bienenstich, versuchen Sie, den Stachel vorsichtig zu entfernen, ohne dabei die anhängende Giftdrüse zu zerstören.
  • Wickeln Sie kühlende Umschläge oder Eispackungen um die Einstichstelle.
  • Rufen Sie bei Bewusstlosigkeit oder Anzeichen einer heftigen allergischen Reaktion den Notarzt (112). Suchen Sie nach Lebenszeichen und handeln Sie entsprechend. 

Wann ist professionelle Hilfe notwendig?

Bei Insektenstichen im Mund- und Rachenraum und bei heftigen Reaktionen auf einen Stich müssen Sie stets den Notarzt (112) alarmieren!



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