Beatmungsmaske

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (27. April 2012)

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Im Rahmen von Erste-Hilfe-Leistungen kann es notwendig werden, lebensrettende Sofortmaßnahmen wie eine Herzdruckmassage zu leisten. Mittels einer Beatmungsmaske ist es dem Laienersthelfer möglich, jemanden ohne direkten Mund-zu-Mund-Kontakt wiederzubeleben. Viele Menschen müssen bei einer Mund-zu-Mund-Beatmung eine gewisse Hemmschwelle überwinden – eine Beatmungsmaske kann diese Hemmschwelle senken .

Um möglicherweise bestehende Ängste des Ersthelfers vor dem direkten Kontakt oder vor krankmachenden Keimen zu reduzieren, kann der Einsatz einer Beatmungsmaske bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung sinnvoll sein. Beatmungsmasken gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Während die einfachsten zusammengefaltet in die Hosentasche passen, sehen andere deutlich kompakter aus.

Einfachste Varianten einer Beatmungsmaske wie zum Beispiel die Beatmungsfolie bestehen aus einer Art Mundschutz, der über den Mund des Bewusstlosen gelegt und an dessen Ohren mit einer elastischen Schlaufe fixiert wird. Über dem Mund befindet sich eine spezielle vlies- oder ventilartige Aussparung, über die eine Atemspende möglich ist, ohne dass der Ersthelfer direkten Hautkontakt zum Verunfallten hat. Diese einfachen Beatmungsmasken sind in vielen Apotheken erhältlich.

Bei anderen Formen der Beatmungsmaske für den Laienersthelfer kommen zum Beispiel kurze Schlauchkonstruktionen zum Einsatz, die bewirken, dass die Atemluft vom Bewusstlosen seitlich an der Maske vorbeigeht und der Ersthelfer so weder direkten Hautkontakt hat, noch die Rückatmung des Betroffenen "abbekommt".

So wenden Sie die Beatmungsmaske an

Wenn Sie sich solch eine Beatmungsmaske zulegen, setzen Sie sich am besten frühzeitig damit auseinander, wie die jeweilige Maske richtig einzusetzen ist. So müssen Sie im Falle des Falles nicht lange überlegen, was Sie genau machen müssen, sondern können ohne großen Zeitverlust mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen wie einer Wiederbelebung beginnen.

So machen Sie es richtig:

  • Überprüfen Sie, die Lebenszeichen der Verletzten: Ist er bei Bewusstsein? Hebt und senkt sich der Brustkorb? Spüren Sie seinen Atem? Ist der Betroffene bewusstlos und atmet nicht mehr, beginnen Sie mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung.
  • Legen Sie den Verletzten flach auf den Rücken.
  • Sind die Atemwege frei? Befreien Sie die Mundhöhle des Betroffenen von Fremdkörpern wie Zahnprothesen, Erbrochenem oder Ähnlichem.
  • Knien Sie sich seitlich neben den Betroffenen und führen Sie 30-mal eine Herzdruckmassage aus.
  • Beatmen Sie anschließend 2-mal mit der Beatmungsmaske:
    • Überstrecken Sie den Kopf des Betroffenen nach hinten und überprüfen Sie, ob die Zunge die Atemwege nicht blockiert.
    • Setzen Sie die Notfallbeatmungsmaske über Mund und Nase Mund des Verletzten.
    • Lassen Sie nun den Kopf des Verletzten weiter in der überstreckten Lage.
    • Geben Sie dem Betroffenen eine Atemspende. Wiederholen Sie dies.
    • Beobachten Sie dabei, ob sich der Brustkorb des Verletzten bei der Atemspende hebt.
  • Wiederholen Sie jeweils im Wechsel 30 Herzdruckmassagen und 2 Atemspenden solange bis die Eigenatmung des Betroffenen wieder einsetzt oder professionelle Hilfe eintrifft.


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