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Schnittwunde

Stand: 25. Juni 2009Autor: Onmeda-Redaktion

Was ist eine Schnittwunde?

Eine Schnittwunde ist eine Hautverletzung, die durch das Einwirken scharfer Gegenstände entsteht. Schnittwunden können zum Beispiel durch Messer, Scheren, Metallteile, aber auch durch scharfe Papierkanten verursacht werden.

Bei einer Schnittwunde entstehen glatt begrenzte, oft klaffende Wundränder. Häufig haben die Betroffenen keine ausgeprägten Schmerzen, jedoch bluten die Wunden oft stark.

Tiefe Schnittwunden können zu Verletzungen von Nerven, Sehnen und Blutgefäßen führen, was Beschwerden wie zum Beispiel Lähmungen oder Empfindungsstörungen hervorrufen kann.

Erste Hilfe bei einer Schnittwunde

  • Der Verletzte sollte sitzen oder liegen. Das schont den Kreislauf.
  • Behalten Sie den Verletzten immer im Blick. So können Sie eingreifen, falls ihm übel wird oder er droht, das Bewusstsein zu verlieren.
  • Zum Schutz vor Infektionen Einmalhandschuhe tragen.
  • Berühren Sie die Schnittwunde nicht mit der Hand, sondern decken sie sie möglichst keimfrei ab.
  • Schnittwunde nicht auswaschen oder reinigen
  • Bringen Sie keine Hausmittel oder Medikamente (wie Babyöl, Puder, Salben, Sprays, Desinfektionsmittel) in die Schnittwunde ein.

Wenn die Wunde stark blutet oder sehr groß ist, wird ein Druckverband nötig:

  • Decken Sie die Schnittwunde mit sterilem Verbandsmaterial ab.
  • Darauf legen Sie anschließend ein Druckpolster (Verbandspäckchen, mehrere zusammengefaltete Taschentücher etc.), das Sie mit einer Mullbinde unter Druck anwickeln.
  • Blutet die Wunde trotzdem weiter, wird auf diesen ein zweiter, stärker angezogener Druckverband aufgewickelt.
  • Öffnen Sie den Notfallverband bis zur weiteren medizinischen Versorgung durch entsprechendes Personal nicht mehr.

Wann ist professionelle Hilfe notwendig?

Jede größere Schnittwunde sollte in jedem Fall ärztlich behandelt werden. Gegebenenfalls ist es erforderlich, dass der Arzt eine Schutzimpfung (z.B. gegen Tetanus) durchführt. Bei sehr großen oder stark blutenden Schnittwunden sollten Sie vorsichtshalber den Notarzt (112) verständigen.

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