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Knochenbruch

Stand: 26. Februar 2009Autor: Onmeda-Redaktion

Wie erkenne ich einen Knochenbruch?

Bei einem Knochenbruch unterscheidet man zwischen geschlossenen Brüchen und offenen Brüchen (Frakturen).

Das Bild zeigt eine Frau, deren Hand verbunden wird.

Bei einem geschlossenen Bruch ist die Haut im Bereich der Bruchstelle unverletzt. Bei (auch kleinsten) Wunden mit oder ohne Blutungen spricht man von einem offenen Bruch. Er birgt die Gefahr, dass sich eine Infektion bilden kann.

Sichere Zeichen für einen Knochenbruch sind:

  • abnorme Stellung von Gliedmaßen
  • sichtbare Knochensplitter oder -enden in einer Wunde (bei einem offenen Bruch)
  • Reibegeräusche im Bereich der Bruchstelle
  • abnorme Beweglichkeit des betroffenen Bereichs (Achtung: Nicht testen!)

Zusätzliche Merkmale, wie Schmerzen, Schwellungen, Bluterguss, eine Einschränkung der Beweglichkeit oder eine Schonhaltung, können ebenfalls auf eine Fraktur hinweisen.

Bei Verdacht auf einen Knochenbruch sollten Sie die Verletzung in jedem Fall wie einen Knochenbruch behandeln.

Erste Hilfe bei Knochenbruch

  • Kontrollieren Sie Bewusstsein, Puls und Atmung und leiten Sie ggf. lebensrettende Sofortmaßnahmen ein.
  • Alarmieren Sie den Rettungsdienst (112).
  • Bei einem offenen Bruch:
    • Stillen Sie größere Blutungen.
    • Decken Sie die Wunde keimfrei ab.
  • Stellen Sie den betroffenen Bereich einschließlich der benachbarten Gelenkbereiche ruhig, z.B. durch Lagerung auf einem Kissen oder durch Fixierung mithilfe eines Dreieckstuchs.
  • Wirken Sie beruhigend auf die Person ein und lassen Sie sie nicht allein. Bringen Sie sie ggf. in die Schocklage.
  • Bewegen Sie die Bruchstelle nicht!
  • Bei einem geschlossenen Bruch: Kühlen Sie den Bereich, z.B. mit kalten Umschlägen, ohne Druck auszuüben.

Der Betroffene sollte nach Möglichkeit nichts mehr essen, trinken oder rauchen, da möglicherweise eine Operation unter Narkose nötig ist.

Wann ist professionelle Hilfe notwendig?

Alarmieren Sie bei Verdacht auf einen Knochenbruch den Notarzt (112). Auch bei kleineren Brüchen an Hand, Unterarmen oder Füßen sollte sich der Betroffene in jedem Fall in ärztliche Hilfe begeben.

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