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Rund um Erste Hilfe

Herz-Kreislauf-Stillstand

Stand: 15. November 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Wie erkenne ich einen Herz-Kreislauf-Stillstand?

Ein Herz-Kreislauf-Stillstand kann verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel einen Herzinfarkt. Aber auch eine mangelnde Sauerstoffversorgung (z.B. durch Atemstillstand, zu geringe Atmung), ein Stromunfall oder ein Schock infolge eines großen Blutverlustes können das Herz beziehungsweise den Kreislauf zum Stillstand bringen.

Überprüfen Sie die Lebenszeichen des Betroffenen: Überprüfen Sie, ob er bei Bewusstsein ist, schütteln Sie ihn an der Schulter und sprechen Sie ihn an. Beobachten Sie, ob sich seine Brust hebt und senkt oder ob Atemgeräusche hörbar sind. Wenn der Betroffene atmet, aber nicht auf Ansprache und Schütteln reagiert, muss er in die stabile Seitenlage gebracht werden. Dies schützt ihn davor, bei eventuell auftretendem Erbrechen Mageninhalt in die Atemwege zu bekommen. Atmet und reagiert der Patient nicht, liegt wahrscheinlich ein Herz-Kreislauf-Stillstand vor.

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Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand nimmt die Haut des Betroffenen möglicherweise eine blasse bis bläuliche Farbe an. Trägt die Person Make-up, ist dies jedoch nicht unbedingt zu erkennen.

Erste Hilfe bei Herz-Kreislauf-Stillstand

Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand rufen Sie sofort den Rettungsdienst (112) und beginnen mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung (Reanimation): Herzdruckmassage und Atemspende wechseln sich hierbei im Rhythmus 30:2 ab. Ungeübte Ersthelfer und Personen, die eine Atemspende nicht vornehmen wollen, sollten in jedem Falle eine durchgehende Herzdruckmassage machen – schon sie allein verbessert die Überlebenschancen der erkrankten Person.

Gehen Sie folgendermaßen vor, wenn eine Person einen Herz-Kreislauf-Stillstand hat (hier gelangen Sie zu einer Kurzanleitung mit Fotos):

  1. Legen Sie den Betroffenen auf einen harten Untergrund (zum Beispiel den Fußboden) und drehen Sie ihn flach auf den Rücken.
  2. Knien Sie sich seitlich neben ihn und machen Sie, falls notwendig, seine Atemwege frei, indem Sie in seinem Mund nach Erbrochenem oder anderen Atemhindernissen suchen.
  3. Platzieren Sie einen Ihrer Handballen auf der Mitte seines Brustbeins. Legen Sie den zweiten Handballen auf den ersten.
  4. Strecken Sie Ihre Arme durch und üben Sie mitsamt dem Gewicht Ihres eigenen Oberkörpers auf den Brustkorb des Bewusstlosen kräftig Druck aus, sodass der Brustkorb mindestens fünf Zentimeter einsinkt. Entlasten Sie ihn danach wieder vollständig und bewegen Sie Ihre Hände nicht vom Druckpunkt weg.
  5. Wiederholen Sie dies 30-mal mit einer Frequenz von mindestens 100 pro Minute (also mehr als 1,5-mal pro Sekunde bzw. mehr als 3-mal pro 2 Sekunden drücken)
  6. Unterbrechen Sie die Herzdruckmassage und beatmen Sie direkt im Anschluss 2-mal. Hinweis: Ungeübte Ersthelfer können sich auch allein auf die Herzdruckmassage beschränken, die in diesem Fall fortlaufend erfolgt, bis der Rettungsdienst eintrifft.
  7. Um beim Beatmen freie Atemwege beim Bewusstlosen zu haben, neigen Sie dessen Kopf nach hinten und heben Sie dabei auch sein Kinn an. Das Überstrecken führt zum Teil bereits wieder zu einer Spontanatmung des Betroffenen.
  8. Setzt keine Atmung ein, halten Sie die Nase des Betroffenen mit Daumen und Zeigefinger der einen Hand zu.
  9. Öffnen Sie mit der anderen Hand den Mund des Betroffenen, indem Sie das Kinn fassen. Achten Sie darauf, dass das Kinn immer noch angehoben ist.
  10. Atmen Sie ganz normal ein und umschließen Sie den Mund des Betroffenen mit Ihren Lippen.
  11. Blasen Sie die Luft gleichmäßig etwa innerhalb einer Sekunde in den Mund des Bewusstlosen, bis sich dessen Brustkorb sichtbar hebt.
  12. Setzen Sie ab, drehen Sie den Kopf zur Seite und atmen Sie erneut normal ein und halten Sie dabei den Kopf des Betroffenen weiterhin in der geneigten Position.
  13. Hat sich der Brustkorb wieder gesenkt, beatmen Sie erneut.
  14. Sollte nun die Atmung wieder einsetzen, der Betroffene aber bewusstlos bleiben, beenden Sie die Herz-Lungen-Wiederbelebung und bringen Sie den Betroffenen in die stabile Seitenlage.
  15. Setzt die Atmung nicht wieder ein, setzen Sie Herzdruckmassage und Atemspende im Muster 30-mal Herzdruckmassage und 2-mal Beatmen fort (30:2), bis der Rettungsdienst eintrifft. Herzdruckmassage und Atemspende sollten keinesfalls länger als fünf Sekunden unterbrochen werden. Steht eine zweite Person als Helfer zur Verfügung, ist es sinnvoll sich mit Beatmung und Herzdruckmassage abzuwechseln.

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