Vegetarier – ein Leben ohne Fleisch

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (05. März 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Ob Sojawürstchen, Dinkelburger oder Gemüseschnitzel – vegetarische Alternativen zu den klassischen Fleischgerichten gibt es mittlerweile in vielen Restaurants. Und auch in immer mehr Supermärkten finden Vegetarier ein eigenes Regal für fleischlose Gerichte.

Die Nachfrage bestimmt das Angebot: Zwar ist die genaue Zahl der in Deutschland lebenden Vegetarier nicht bekannt, verschiedene Erhebungen zeigen jedoch, dass sich immer mehr Menschen vegetarisch ernähren.

Allen Vegetariern gemeinsam ist, dass sie auf Fleisch und Fisch verzichten – stattdessen ernähren sie sich ausschließlich oder zumindest überwiegend von pflanzlichen Lebensmitteln. Für viele Vegetarier sind darüber hinaus auch Schlachtfette und Gelatine aus tierischem Eiweiß tabu. Die Hauptbestandteile vegetarischer Ernährung sind Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen, Gemüse und Obst.

Trotz Fleisch und Fischverzicht stehen bei vielen Vegetariern jedoch Produkte tierischen Ursprungs auf dem Speiseplan – nämlich solche, die von lebenden Tieren stammen wie zum Beispiel Milch, Eier und Honig. Manche Vegetarier schränken sich aber auch hier weiter ein bis hin zu den Veganern, die ausnahmslos auf alle Produkte tierischen Ursprungs einschließlich Leder und Wolle verzichten.

Neben den strengen Vegetariern gibt es mittlerweile auch viele Menschen, die zwar nicht komplett auf Fleisch verzichten, aber ihren Verzehr tierischer Lebensmittel bewusst einschränken und sich an einer vegetarischen Ernährungsform orientieren.

Man unterscheidet folgende Formen der vegetarischen Ernährung:

  • ovo-lakto-vegetarisch: Bei dieser vegetarischen Ernährungsform verzichtet man auf Fleisch und Fisch. Eier, Milch und Milchprodukte sind hingegen erlaubt.
  • lakto-vegetarisch: So bezeichnet man Vegetarier, die auf Fleisch, Fisch und Ei verzichten, jedoch nicht auf Milch.
  • ovo-vegetarisch: Diese Vegetarier verzichten auf Fleisch, Fisch und Milch, essen aber Eier.
  • vegan: Veganer verzichten auf alle Produkte tierischen Ursprungs: Fleisch, Fisch, Ei, Milch, Honig, Gebrauchsgegenstände aus Tierkörperteilen (z. B. Wolle, Fell, Leder), Kosmetika mit Collagen, Seife mit tierischen Fetten oder Wein, der mit Lab, einem Produkt aus dem Kälbermagen, hergestellt wurde.
  • frutarisch (fructarisch, frugan): Diese Ernährungsform ist eine Steigerung der veganen Ernährungsform. Frutarier essen nur pflanzliche Lebensmittel, die bei der Gewinnung nicht geschädigt werden, zum Beispiel durch die Ernte. Erlaubte Lebensmittel für Frutarier sind beispielsweise Fallobst, Nüsse und Samen.

Neben diesen Formen gibt es weitere vegetarisch orientierte Ernährungsweisen:

  • Pesco-Vegetarier (Pescetarier) ernähren sich vorrangig von pflanzlichen Lebensmitteln, verzichten auf Fleisch, aber nicht auf Fisch und Meeresfrüchte.
  • Semi-Vegetarier verzichten lediglich auf rotes Fleisch, jedoch nicht auf Geflügelfleisch und Fisch.
  • Flexitarier orientieren sich an vegetarischer Ernährung, "verboten" ist in dem Sinne nichts. Vielmehr steht ein verstärktes Gesundheitsbewusstsein im Vordergrund. Die "flexiblen Vegetarier" essen von Zeit zu Zeit auch Fleisch – wichtig ist vor allem die Qualität der Lebensmittel, artgerechte Haltung der Tiere und Umweltschutz.