Süßstoffe und Zuckeraustausch­stoffe: Süßstoffe

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (08. September 2010)

Bei den Süßstoffen handelt es sich um synthetische und natürliche Verbindungen mit einem intensiv süßen Geschmack. Sie zählen zu den Lebensmittelzusatzstoffen. Im Gegensatz zum Haushaltszucker und zu den Zuckeraustauschstoffen haben Süßstoffe keinen oder nur einen vernachlässigbar geringen Nährwert. Sie werden vom Körper völlig oder weitgehend unverändert ausgeschieden.

Einige Süßstoffe stehen unter Verdacht, Krebs zu erregen. Die Erkenntnislage hierzu ist jedoch nicht ganz eindeutig. Während einige Studien den Verdacht im Tierversuch erhärten, kommen andere Auswertungen zu gegenteiligen Ergebnissen.

Man sieht Kaffeebohnen und eine Tasse Kaffee. © Jupiterimages/iStockphoto

Viele Menschen süßen ihren Kaffee mit Süßstoff.

Im Unterschied zu Zucker begünstigen Süßstoffe nicht die Entstehung von Karies.

Zu den in der EU zugelassenen Süßstoffen zählen unter anderem: Saccharin, Cyclamat, Aspartam, Acesulfam, Thaumatin, Neohesperidin sowie Sucralose und Aspartam-Acesulfamsalz.

Verwendung

Da Süßstoffe keine Glukose enthalten, können sie bei Diäten zur Gewichtsreduzierung verwendet werden. Da sie auch für Diabetiker verträglich sind, lassen sie sich anstelle von Zucker zum Süßen von Speisen und Getränken einsetzen. Im Supermarkt sind Süßstoffe in Form von Streu- und Flüssigsüße sowie als Tabletten erhältlich.

Lagerung

Die meisten Süßstoffe können sehr gut über längere Zeit gelagert werden, ohne dass sie verderben oder an Süßkraft verlieren (Ausnahme: Aspartam). Beim Erhitzen verlieren Süßstoffe ihre Süßkraft nicht (Ausnahme: Thaumatin und Aspartam). In der Lebensmittelherstellung verwendet man Süßstoffe zum Süßen von Diabetikerlebensmitteln und sogenannte Light-Produkten.

Häufig mischen Hersteller dabei verschiedene Süßstoffe um den gewünschten Geschmackseindruck zu erzielen. Lebensmittel, die Süßstoffe enthalten, müssen entsprechend gekennzeichnet sein.