Süßstoffe und Zuckeraustausch­stoffe: Beispiele für Zuckeraustauschstoffe

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (08. September 2010)

Sorbit (E 420)

Sorbit kommt natürlicherweise in einigen Früchten vor, zum Beispiel in Vogelbeeren und Pflaumen. In der Lebensmitteltechnik stellt man Sorbit mithilfe von Enzymen aus Glukose her und verwendet es für zuckerfreie oder zuckerreduzierte Süßigkeiten, Diabetiker-Lebensmittel und Backwaren. Menschen mit Fruktoseintoleranz sollten Sorbit nicht verwenden, da der Körper zum einen Sorbit zu Fruktose (Fruchtzucker) umwandelt und zum anderen Sorbit die Fruktose-Aufnahme im Dünndarm hemmt, wodurch mehr Fruktose in den Dickdarm gelangt und Beschwerden bereiten kann. Eine tägliche Höchstmenge für den Verzehr ist für Sorbit nicht festgesetzt – er gilt als unbedenklich. Beim Verzehr größerer Mengen kann Sorbit jedoch abführend wirken.

Mannit (E 421)

Mannit kommt natürlicherweise in zahlreichen Pflanzen vor, vor allem im Saft der Manna-Esche, in Algen und Pilzen. Mannit wird wie Sorbit aus Fruktose hergestellt. Da Mannit teurer ist, setzt man es nur begrenzt als Zuckeraustauschstoff ein. Mannit ist oft in Vitamin- und Brausetabletten enthalten. Wer zu viel Mannit zu sich nimmt, muss unter Umständen mit Durchfall und Blähungen rechnen. Eine tägliche Höchstmenge für den Verzehr von Mannit nicht festgelegt, da es als unbedenklich gilt.

Isomalt (E 953)

Isomalt lässt sich aus Saccharose herstellen und kommt in kalorienreduzierten Lebensmitteln, Desserts, Speiseeis, Marmelade, Brotaufstriche, Obstzubereitungen, Kaugummi, Süßigkeiten, Gebäck, Soßen und Senf zum Einsatz. Eine tägliche Höchstmenge für den Verzehr ist für Isomalt nicht festgesetzt, es gilt als unbedenklich.

Maltit (E965)

Das als unbedenklich geltende Maltit gewinnt man aus der chemisch-enzymatischen Verzuckerung von Maisstärke. Maltit ist – wie Isomalt – ohne Höchstmengenbeschränkungen für kalorienreduzierte Desserts, Süßwaren, Speiseeis, Kaugummi, Soßen und Senf zugelassen.

Laktit (E 966)

Den Zuckeraustauschstoff Lactit gewinnt man aus Laktose (Milchzucker). Lactit ist ohne Höchstmengenbeschränkungen für kalorienreduzierte Desserts, Süßwaren, Speiseeis, Kaugummi, Soßen und Senf zugelassen und gilt als unbedenklich. In großen Mengen kann er abführend wirken.

Xylit ( E 967)

Xylit kommt natürlicherweise in vielen Pflanzen vor und entsteht außerdem im menschlichen Körper als Zwischenprodukt des Glukosestoffwechsels. Die Lebensmittelindustrie stellt den Zuckeraustauschstoff aus Xylose (Holzzucker) her. Xylit wirkt auf der Zunge kühl und verstärkt so erfrischende Geschmacksrichtungen wie zum Beispiel Menthol. Xylit setzt man unter anderem in kalorienreduzierten Desserts, Süßwaren, Speiseeis, Kaugummi, Soßen und Senf ein. Eine tägliche Höchstmenge für den Verzehr von Xylit nicht festgelegt.