Nüsse – herzgesunder Snack

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (17. November 2015)

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Ob im Studentenfutter, im Müsli oder einfach als Knabbersnack zwischendurch: Nüsse sind bei vielen beliebt – und auch gesund!

Der regelmäßige Verzehr von Nüssen soll sich positiv auf Herz und Kreislauf auswirken, da Nüsse unter anderem Stoffe enthalten, die den Cholesterinspiegel senken können. Um diese Wirkung voll nutzen zu können, sollte man sich jedoch auch ansonsten ausgewogen ernähren. Denn Nüsse helfen nicht dabei, Ernährungsfehler wieder auszubügeln.

Zwar sind die herzgesunden Inhaltsstoffe nicht in allen Nüssen gleich verteilt. Gesundheitsförderlich sind sie jedoch im Grunde alle und als Snack zu empfehlen – jedenfalls in Maßen. Denn zu gut 80 Prozent bestehen Nüsse aus Fett und können bei großen Verzehrmengen auch zu mehr Pfunden auf der Waage führen. Und Übergewicht wirkt sich wiederum nachteilig auf die Herzgesundheit aus.

Nüsse und Herzgesundheit

Wer aus gesundheitlichen Gründen auf eine Ernährung achten muss, die gut fürs Herz ist, kann diese mit Nüssen unterstützen. Denn sie sollen sich günstig auf den Cholesterinspiegel auswirken, indem sie das "schlechte" LDL-Cholesterin senken – einer der Risikofaktoren für Herzerkrankungen.

Auch andere positive Wirkungen sagt man Nüssen nach. So sollen ihre Inhaltsstoffe die inneren Gefäßwände der Arterien stärken und dadurch möglicherweise bewirken, dass sich Blutgerinnsel seltener bilden.

Wie viele Nüsse dürfen es sein?

Etwa vier kleine Handvoll Nüsse pro Woche (eine Handvoll entspricht ca. 43 Gramm) sind laut der "American Heart Association" empfehlenswert – am besten ungesalzen, roh oder ohne Öl geröstet. Aber nur, wenn man sich auch daneben möglichst ausgewogen und herzgesund ernährt – das heißt:

  • möglichst wenig tierische Fette verzehrt.
  • täglich Obst und Gemüse im Essensplan hat.
  • zucker- und salzarme Lebensmittel bevorzugt.
Nüsse sind gesund: Jemand hält verschiedene Nüsse in der Hand. © Jupiterimages/iStockphoto

Pro Woche sind etwa vier kleine Handvoll Nüsse zu empfehlen.

Welche Nüsse sind am gesündesten?

Das lässt sich nicht genau sagen, da nicht alle Nüsse gleich gut untersucht sind. Studien zu gesundheitsförderlichen Effekten gibt es vor allem für Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln, Pekannüsse und Erdnüsse.

Schon gewusst? Nicht jede Nuss ist eine Nuss ...
... jedenfalls botanisch gesehen. Demnach gelten nämlich nur jene Früchte als "echte" Nuss, bei denen alle drei Fruchtwandschichten (Endo-, Meso- und Exokarp) verholzt sind. Das ist bei der Haselnuss und der Macadamia-Nuss der Fall – und auch bei der Walnuss, die allerdings bis zum Jahr 2006 noch als Steinfrucht galt.

Erdnüsse dagegen zählen zum Beispiel genaugenommen zu den Hülsenfrüchten, Pekannüsse und Mandeln zu den Steinfrüchten. Der Oberbegriff "Nüsse" ist im Bereich der Ernährung also oft eher umgangssprachlich zu sehen.