Nährwert-Kennzeichnung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. Mai 2011)

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Am 19.01.2007 ist in den Ländern der Europäischen Union (EU) eine Verordnung zur Nährwertkennzeichnung (Verordnung (EG) Nr. 1924/2006) in Kraft getreten, die seit dem 01.07.2007 gilt und 2008 und 2010 erweitert wurde.

Die Verordnung soll einheitliche Kriterien hinsichtlich der Kennzeichnung von Lebensmitteln auf europäischer Ebene schaffen.

Mit diesen Angaben soll sich der Verbraucher über den Gehalt von Kalorien, Fett, Eiweiß, Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und anderen gegebenenfalls genannten Nährstoffen informieren können, wie zum Beispiel über den Gehalt von Salz/Natrium, Zucker oder gesättigten Fettsäuren. Durch die Verordnung für die Nährwertkennzeichnung soll der Verbraucher besser vor Irreführung und Täuschung beim Lebensmittelkauf geschützt werden. Darüber hinaus soll die Verordnung die Bedingungen für den freien Warenverkehr im Binnenmarkt verbessern, die Rechtssicherheit für Wirtschaftsakteure steigern und den fairen Wettbewerb im Lebensmittelbereich garantieren.

Voraussetzung ist, dass die Angaben weder irreführend noch falsch, sondern für den Verbraucher klar verständlich sind. Den Angaben auf Verpackungen müssen wissenschaftlich gesicherte Daten zugrunde liegen.

Weiterhin muss der Stoff, über den Angaben auf der Verpackung zu finden sind, auch tatsächlich im Endprodukt enthalten sein, und zwar in einer solchen Konzentration, dass die auf der Verpackung angepriesene gesundheitsfördernde Wirkung (wie z.B. "Stärkt die Abwehrkräfte ihres Körpers") durch den Verzehr einer realistischen Menge des Produkts auch gewährleistet ist. Außerdem muss die Substanz vom Körper verwertbar sein.

Eine Ausnahme bilden Getränke mit einem Alkoholgehalt von mehr als 1,2 Volumenprozent: Hierfür sind gesundheitsbezogene Angaben und eine Nährwertkennzeichnung auf der Verpackung nicht zulässig.