Milcheiweißallergie versus Laktoseintoleranz

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (30. März 2016)

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Eine Milcheiweißallergie (auch Kuhmilchallergie genannt) ist nicht zu verwechseln mit einer Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit). Beide Formen einer Nahrungsmittelunverträglichkeit bereiten aber ähnliche Symptome und lassen sich nicht immer einfach voneinander abgrenzen. Die Laktoseintoleranz kommt häufiger vor als die Milcheiweißallergie. Bei der Milcheiweißallergie sind hingegen die Beschwerden oft stärker ausgeprägt.

Anders als bei einer Kuhmilchallergie ist es nicht möglich, einer Laktoseintoleranz vorzubeugen oder das Risiko zu senken, da die Laktoseintoleranz angeboren oder im Rahmen einer Krankheit erworben ist. Indem Sie Ihr Kind mindestens vier Monate lang voll stillen oder allergiegefährdete Kinder mit hydrolysierter Säuglingsnahrung füttern, können Sie aber das Risiko für eine Milcheiweißallergie drastisch senken. Führen Sie Beikost außerdem frühestens nach vier Monaten ein und verzichten Sie im ersten Lebensjahr auf Kuhmilch in der Ernährung Ihres Kindes.

Beide Erkrankungen bereiten jedoch ähnliche Symptome: Sowohl die Milcheiweißallergie als auch eine stark ausgeprägte Laktoseintoleranz können sich durch starke und anhaltende Magen-Darm-Beschwerden äußern. Anders als bei der Laktoseintoleranz kann eine Milcheiweißallergie aber auch Atemwegsbeschwerden und selten Kreislaufprobleme verursachen. Hautprobleme als Reaktion auf den Kontakt mit Kuhmilch können auf beide Erkrankungen hinweisen, treten aber häufiger bei einer Milcheiweißallergie auf.

Wenn die Erkrankung bereits besteht (sowohl Kuhmilchallergie als auch Laktoseintoleranz), können Sie den Symptomen vorbeugen, indem Sie eine kuhmilchfreie Diät einhalten. Bei einer leichten Laktoseintoleranz kann es allerdings ausreichen, wenn Sie auf Produkte mit niedrigem Laktosegehalt zurückgreifen, wohingegen Sie bei einer Milcheiweißallergie vollständig auf Kuhmilchprodukte verzichten müssen. Eine Kuhmilchallergie aber vergeht in den meisten Fällen bis zum Schulalter, sodass die Kinder sich im späteren Leben normal ernähren können. Eine Laktoseintoleranz hingegen besteht ein Leben lang.