Lebensmittel­zusatzstoffe

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (06. August 2010)

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Viele Lebensmittel sind heutzutage maßgeschneiderte Hightech-Erzeugnisse der Lebensmittelindustrie. Lebensmittelzusatzstoffe und Hilfsstoffe wie Geschmacksverstärker, Antioxidantien, Farb-, Süß- und Konservierungsstoffe werden Nahrungsmitteln zugefügt, um diese optimal auf die Bedürfnisse des Marktes anzupassen.

Die langfristigen Folgen dieser Ernährungskultur auf die Gesundheit sind jedoch nicht umfassend untersucht. Die steigende Lebenserwartung sorgt dafür, dass der Körper immer länger künstlichen Lebensmittelzusätzen ausgesetzt ist.

Ob und inwieweit Lebensmittelzusatzstoffe unser Wohlbefinden und unseren Organismus beeinflussen, wird kontrovers, oft auch sehr emotional, diskutiert. Viele Menschen haben Sorge, dass von anderen als harmlos erachtete Lebensmittelzusätze Auslöser von Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Asthma, Kopfschmerzen und Migräne sind. Andere Stimmen betonen, dass gerade die Panikmache um vermeintlich krankmachende Nahrung eine Verschlechterung des Wohlbefindens suggerieren kann.

Sicherlich können Lebensmittelzusatzstoffe bei manchen Menschen zu Beschwerden führen. Es sind jedoch weniger Menschen davon betroffen, als gemeinhin angenommen wird. Unter Allergiepatienten waren beispielsweise circa 10 Prozent der Betroffenen allergisch gegen Kuhmilch, jedoch nur 0,06 Prozent gegen den Farbstoff Tartrazin und 0,05 Prozent gegen den Konservierungsstoff Benzoesäure.

Ein Lebensmittelzusatzstoff darf nur dann zugelassen werden, wenn er als gesundheitlich unbedenklich gilt, den Verbraucher nicht täuscht und technologisch erforderlich ist. Lebensmittelzusatzstoffe müssen auf verpackten Lebensmitteln mit Namen oder der entsprechenden E-Nummer angegeben werden. Wer Lebensmittelzusatzstoffe meiden will oder muss, sollte daher beim Einkauf stets einen genauen Blick auf die Zutatenliste werfen beziehungsweise bei losen Waren das Verkaufspersonal fragen. Um problematischen Lebensmittelzusatzstoffen aus dem Weg zu gehen, empfiehlt es sich auch, Essen frisch zuzubereiten und Biolebensmittel zu verwenden, die wesentlich weniger Zusatzstoffe enthalten dürfen als konventionelle Lebensmittel.