Ernährung bei Zöliakie

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (27. Juli 2015)

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Menschen mit Zöliakie (einheimische Sprue) vertragen kein Gluten – ein Getreideeiweiß, welches in Roggen, Weizen, Gerste, Hafer, Grünkern und Dinkel enthalten ist. Die einzige Behandlungsmöglichkeit: Wer Zöliakie hat, muss lebenslang auf glutenhaltige Lebensmittel verzichten. Doch wo ist Gluten drin und welche Nahrungsmittel sind glutenfrei?

Wenn der Dünndarm kein Gluten verarbeiten kann, sprechen Ärzte von einer Zöliakie. Eine Zöliakie kann bereits im Kindesalter auftreten. Glutenhaltige Lebensmittel sind für die Betroffenen tabu – andernfalls sind zahlreiche Beschwerden die Folge, so etwa

Im Kindesalter kann eine Mangelernährung entstehen, welche zu Wachstums- und Entwicklungsstörungen führen kann.

Solange sich Zöliakie-Betroffene glutenfrei ernähren, bleiben sie beschwerdefrei. Sie müssen sämtliche glutenhaltige Getreidesorten und entsprechend verarbeitete Produkte meiden – zum Beispiel Mehl.

Eine entsprechende Diät ist jedoch nicht immer leicht zu realisieren: Viele Nahrungsmittel, die auf den ersten Blick glutenfrei erscheinen, enthalten oftmals Spuren des Eiweißes, so etwa gebundene Soßen oder Pudding. Schon geringe Mengen Gluten können bei Personen mit Zöliakie den Dünndarm schädigen und zu Beschwerden führen. Daher bedarf es etwas Zeit und Erfahrung, um herauszufinden, welche Produkte geeignet sind.

Was ist Zöliakie?
Die Zöliakie ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Dünndarmschleimhaut. Schätzungen zufolge leiden in Deutschland etwa 3 von 1.000 Personen darunter. Vermutlich liegt der Zöliakie eine genetische Veranlagung zugrunde – in manchen Familien tritt die Erkrankung gehäuft auf. Bei Zöliakie kommt es nach dem Verzehr glutenhaltiger Lebensmittel zu einer immunologischen Reaktion, bei der das Gluten als Allergen eine Antigen-Antikörper-Reaktion auslöst. Durch diesen Prozess wird die Dünndarmschleimhaut zerstört. Bei glutenfreier Ernährung regeneriert sich die Darmschleimhaut in der Regel innerhalb weniger Tage bis Wochen.