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Diabetes – Tipps für die Ernährung

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (11. Juni 2015)

Früher galt bei Diabetes (Zuckerkrankheit) zur Ernährung noch eine besondere Diätkost als erstrebenswert. Doch heute rät man von speziellen Lebensmitteln für Diabetiker ab. Vielmehr befürworten Mediziner eine gesunde und ausgewogene Ernährung, die im Großen und Ganzen der empfohlenen Vollwertkost für die Allgemeinbevölkerung entspricht.

Keine Sorge: Auch eine gesunde Ernährung bei Diabetes kann ein purer Genuss sein! Die meisten Menschen mit Diabetes müssten in Sachen Ernährung wahrscheinlich sogar kaum etwas ändern, würden Familie und Freunde bereits die allgemeinen Regeln einer gesunden Ernährungsweise befolgen.

Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei der die Blutzuckerwerte erhöht sind. Man unterscheidet mehrere Formen von Diabetes – die wichtigsten sind: Typ 1 und Typ 2. Daneben gibt es noch den meist vorübergehenden Schwangerschaftsdiabetes und ein paar seltene Typen, die durch Schäden am Erbgut oder bei bestimmten Erkrankungen entstehen können.

Etwa 5 bis 10 Prozent aller Diabetiker in Deutschland haben Typ-1-Diabetes. Diese Form tritt in der Regel bereits in jungen Jahren auf. Ursache ist eine Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse. Deshalb müssen Typ-1-Diabetiker das fehlende Insulin per Spritze bekommen. Beim Diabetes vom Typ 1 ist neben einer ausgewogenen Ernährung vor allem wichtig, wie viele Kohlenhydrate sie in welcher Form mit der Nahrung aufnehmen, denn: Nur Kohlenhydrate können den Blutzuckerspiegel beeinflussen. Von den aufgenommenen Kohlenhydraten hängt also ab, wie viel Insulin sich Typ-1-Diabetiker spritzen müssen.

Der Typ-2-Diabetes tritt eher im Laufe des Lebens und meist bei älteren Menschen auf, kommt aber immer öfter auch bei Kindern und Jugendlichen vor. Beim Diabetes vom Typ 2 stellt der Körper zwar immer noch Insulin her, die Körperzellen werden aber langsam immer unempfindlicher gegenüber Insulin und können es nicht mehr aufnehmen. Dies kann angeboren oder erworben sein. In Deutschland haben etwa 80 bis 90 Prozent aller Diabetiker den Typ-2-Diabetes – und sind oft gleichzeitig übergewichtig. Übergewicht gilt jedoch als entscheidender Risikofaktor für Typ-2-Diabetes. Darum zählt eine Umstellung der Lebensgewohnheiten mit zu den wichtigsten Behandlungsmaßnahmen gegen Diabetes Typ 2: Wer die Ernährung umstellt, sich mehr bewegt und Übergewicht abbaut, benötigt häufig weniger Medikamente.

Oft können vor allem Typ-2-Diabetiker ihre Blutzuckerwerte langfristig allein dadurch normalisieren, dass sie frühzeitig ihren Lebensstil in Richtung vollwertige Ernährung und regelmäßige Bewegung lenken und gleichzeitig abnehmen.

Diabetes: Video



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