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Grippe oder Erkältung?

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (17. August 2012)

Antibiotika

Heute weiß man: Antibiotika haben bei akuten Atemwegsinfektionen wie der Grippe (Influenza) nur einen geringen oder gar keinen Nutzen, denn sie helfen in erster Linie gegen Bakterien, nicht aber gegen Viren. Hat sich ein Grippepatient jedoch – aufgrund seines schwachen Immunsystems – zusätzlich zur Influenza mit Bakterien infiziert (Superinfektion),ist es gerechtfertigt und notwendig, entsprechende Antibiotika einzunehmen. Insbesondere Komplikationen, wie eine bakterielle Lungenentzündung, erfordern eine unverzügliche Antibiotikatherapie.

Sonstige Medikamente

Bei leichten Grippeverläufen reicht es völlig aus, nur die Beschwerden zu behandeln. Hier helfen allgemeine Maßnahmen ("Hausmittel") sowie schmerzlindernde und fiebersenkende Medikamente, zum Beispiel Acetylsalicylsäure (ASS)-haltige Präparate. Neben den Schmerzmitteln können Sie je nach Symptomatik auch zu Hustensäften und Nasentropfen greifen.

Vorsicht: Bei Kindern mit viralen Infekten dürfen keinesfalls Salicylate (z.B. ASS) gegeben werden, da die Gefahr eines Reye-Syndroms besteht. Das Reye-Syndrom ist eine lebensgefährliche Erkrankung, in deren Verlauf es zu diffusen Hirn- und Leberschäden kommt. Während im Frühstadium eine Heilung noch möglich ist, hat das Vollbild der Erkrankung eine Sterblichkeit zwischen etwa 20 und 70 Prozent. Kinder, die eine dauerhafte Salicylatmedikation erhalten, sollen deshalb regelmäßig gegen die Grippe geimpft werden.

Allgemeine Empfehlungen

Zusätzlich zur medikamentösen Therapie empfiehlt sich in der akuten Phase: Halten Sie einige Tage Bettruhe und schonen Sie sich auch noch im Anschluss daran!

Inhalationen mit Kamille oder Salzlösungen können Beschwerden der Atemwege abschwächen. Gurgeln und heiße Getränke lindern eine mögliche Rachenentzündung (Pharyngitis). Bei Entzündungen und insbesondere Fieber sollten Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, da der Körper während der Krankheit viel Flüssigkeit verliert. Dazu zählen jedoch nicht Alkohol, Kaffee oder schwarzer Tee. Empfehlenswert sind mindestens zwei bis drei Liter Wasser, Früchtetee oder verdünnter Fruchtsaft pro Tag!






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