LSD

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (07. Februar 2011)

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LSD öffnet das Tor zu einer völlig neuen Welt: Die Umgebung erscheint bunter, die Stimmung ist euphorisch und Farben werden bisweilen als Töne wahrgenommen. Ein LSD-Trip kann jedoch zum unkontrollierbaren Albtraum werden.

1943: Der schweizerische Chemiker Albert Hofmann experimentiert in seinem Labor mit einer Substanz, an der er bereits vor einigen Jahren geforscht hatte. Plötzlich nimmt er seine Umwelt anders wahr und fühlt sich sonderbar ruhelos. Die Vermutung, dass die merkwürdigen Symptome mit seinem Untersuchungsobjekt zusammenhängen, liegt nahe: Offenbar waren beim Experimentieren kleinste Mengen LSD in seinen Körper geraten und hatten einen Rausch ausgelöst. Hofmann nimmt zum Beweis eine geringe Dosis der Substanz ein – und erlebt somit den zweiten LSD-Rausch der Weltgeschichte.

Dass LSD (Lysergsäurediethylamid) schon in geringen Dosen hoch wirksam ist, erkennt man daran, dass schon Mengen im Mikrogramm-Bereich ausreichen, um einen Rausch zu erzielen. Bis zu seiner Entdeckung galt das Halluzinogen Mescalin als stärkste psychoaktive Substanz – LSD wirkt jedoch etwa 4.000 Mal stärker.

LSD macht zwar in der Regel nicht körperlich abhängig, ist jedoch mit vielen Gefahren verbunden – vom Horrortrip bis zum Auftreten einer sogenannten drogeninduzierten Psychose. Die Wahrnehmung verzerrt sich während eines Rausches derart, dass Unfälle die Folge sein können, etwa weil der Konsument plötzlich der Meinung ist, fliegen zu können.

Besonders empfindliche Personen können unter Umständen von LSD psychisch abhängig werden. Darüber hinaus kommt es nach mehreren Einnahmen zu einer Toleranzentwicklung: Nach kurzer Zeit benötigt man immer höhere Dosen, um die gleiche Wirkung zu erreichen. Wer LSD einnimmt, sollte sich bewusst sein, dass jeder Rausch eine potenzielle Gefahr darstellt und dass es von verschiedenen Faktoren abhängig ist, wie ein Rausch erlebt wird.

Video: Drogenabhängigkeit – wie entsteht eine Sucht?

LSD gilt als illegale Droge und darf nach dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) weder hergestellt, gekauft oder besessen werden. Auch der Handel mit LSD ist strafbar.


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