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Kokain

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (25. Januar 2011)

© Jupiterimages/Hemera

Die illegale Droge Kokain wird aus den getrockneten Blättern der Kokapflanze (Erythoxylum coca) gewonnene. Sie hat eine stark stimulierende Wirkung und führt unter anderem zu euphorischen Gefühlen, macht belastbarer und leistungsfähiger. Lässt die Wirkung nach, kommt es zu depressiven Verstimmungen und Angstgefühlen.

Kokain lässt sich auf unterschiedliche Weise konsumieren: Es kann geschnieft, gespritzt oder auf die Mundschleimhäute aufgetragen werden. Als Injektion wirkt Kokain am stärksten. Die meisten Konsumenten ziehen Kokain als Pulver über ein Röhrchen in die Nase.

Abhängig von der Verarbeitung bezeichnet man Kokain auch als:

  • Koks
  • Schnee
  • Puder
  • Coke
  • Rocks
  • Crack

Je nach Dosis kann Kokain innerhalb von wenigen Wochen abhängig machen. Langfristig hat ein dauerhafter Konsum der Droge schwere gesundheitliche Folgen. Bei einer Kokainsucht handelt es sich vor allem um eine psychische Abhängigkeit. Um die unangenehmen Gefühle, die sich bei Nachlassen der Drogenwirkung einstellen, loszuwerden, und die durch die Droge erzeugten Glücksgefühle wiederzuerlangen, greifen viele Konsumenten rasch wieder zu Kokain.

Ist die konsumierte Kokain-Dosis zu hoch, besteht die Gefahr einer Kokainvergiftung , die ohne ärztliche Hilfe tödlich enden kann. Selbst geringe Mengen Kokain können lebensbedrohlich werden, wenn sie bei empfindlichen Personen einen Kokainschock hervorrufen. Bei Verdacht auf eine Überdosis oder einen Kokainschock ist deshalb unbedingt der Notarzt zu rufen.

Als besonders gefährlich gilt eine Mischung aus Kokain und Natriumhydrogencarbonat (Natron), das sogenannte Crack . Crack kann noch rascher abhängig machen. Kokain und Crack sind Rauschmittel – der Umgang mit ihnen ist in Deutschland nach dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) verboten. Ausnahmen lässt das Gesetz unter strikten Auflagen für bestimmte Anwendungen in Medizin und Forschung zu.

Video: Drogenabhängigkeit – wie entsteht eine Sucht?

Zahlen und Fakten

Kokain spielt auf dem illegalen Drogenmarkt eine in wirtschaftlicher Hinsicht bedeutende Rolle. In den Hauptherstellerländern Kolumbien, Peru und Bolivien wurden 2009 schätzungsweise 842 bis 1.111 Tonnen Kokain hergestellt werden. Weltweit beschlagnahmte man im Jahr 2008 rund 711 Tonnen Kokain, davon etwa 67 Tonnen innerhalb der EU und etwas mehr als 1 Tonne (1.069 kg) in Deutschland.

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