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Heroin (Diacetylmorphin, Diamorphin)

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (28. Februar 2014)

Allgemeines

Heroin macht in der Regel bereits nach kurzzeitigem Gebrauch stark abhängig. Es gilt als Droge mit dem höchsten Abhängigkeitspotenzial: Heroin wirkt um ein Vielfaches stärker als sein chemischer Verwandter, das Morphin – und wesentlich kürzer.

Heroin macht nicht nur körperlich, sondern auch psychisch abhängig. Wer von Heroin abhängig ist, entwickelt rasch eine Toleranz gegen die Droge: Um die euphorisierende Wirkung von Heroin weiter spüren zu können, müssen sie die Dosis ständig steigern und immer häufiger konsumieren. Andernfalls treten immer schneller Entzugserscheinungen auf.

Neben der Abhängigkeit führt dauerhafter Heroinkonsum auch zu gesundheitlichen Problemen – so zum Beispiel zu Leberschäden, Karies oder Magen-Darm-Beschwerden. Bei zu hohen Dosen besteht die Gefahr einer Heroinvergiftung beziehungsweise -überdosierung, die lebensgefährlich sein kann.

2012 kamen in Deutschland 944 Menschen durch illegale Drogen ums Leben. Die Zahl ist im Vergleich zu den Vorjahren rückläufig.

Heroin wird in Deutschland meist gespritzt, kann aber zum Beispiel auch inhaliert werden. Nach einer Injektion in die Vene entsteht schon nach kurzer Zeit ein Rauschzustand. Der Konsument fühlt sich euphorisch und verspürt keine Schmerzen. Alltagsprobleme erscheinen für den Moment unbedeutend.

Da Heroinabhängige immer mehr Heroin in immer kürzeren Abständen benötigen, geraten nicht wenige in eine Beschaffungskriminalität oder Prostitution. In vielen Fällen ist eine Heroinabhängigkeit deshalb auch mit einem sozialen Abstieg verbunden.

Heroin wird aus Morphin gewonnen, einem Inhaltsstoff des Schlafmohns (Papaver somniferum). Heroin zählt zur Gruppe der Opiate und Opioide. Andere Bezeichnungen für Heroin sind Diacetylmorphin oder Diamorphin (DAM).

Der Gebrauch und Handel von Heroin als Rauschmittel ist in Deutschland verboten. Unter strengen Auflagen ist künstlich hergestelltes Heroin als Arzneimittel zugelassen. Es kommt in schweren Fällen von Heroinabhängigkeit zum Einsatz, wenn andere Therapien keinen Erfolg gebracht haben.

Drogenabhängigkeit: Video

Zahlen und Fakten

Heroin spielt auf dem illegalen Drogenmarkt eine bedeutende Rolle. Der weltweite jährliche Umsatz aller illegalen Drogen wird mittlerweile auf circa 235 Milliarden Euro geschätzt.

In Deutschland gibt es etwa 200.000 Menschen, die illegale Drogen konsumieren. Der überwiegende Teil dieser Menschen ist abhängig von Heroin.

Die Hauptanbaugebiete des Mohns, aus dem das Heroin gewonnen wird, liegen geografisch in einem Bereich, der sich von der Türkei über Iran, Indien und Afghanistan bis nach Pakistan erstreckt und Goldener Halbmond genannt wird.

Jemand pflückt Mohn.

Heroin gewinnt man aus den Fruchtkapseln des Schlafmohns.

Erweitert man diesen Abschnitt bis zum südostasiatischen Raum, spricht man vom Goldenen Dreieck. Haupterzeugerland in der Region des Goldenen Halbmonds ist Afghanistan. Aber auch in Mittel- und Südamerika wird Mohn angebaut.

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