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Hanf, Cannabis, Haschisch & Marihuana

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (23. Juli 2014)

© Jupiterimages/Hemera

Nach Tabak und Alkohol ist Cannabis hierzulande die am häufigsten konsumierte Droge. Cannabis, der umgangssprachlich auch als Hanf bekannt ist, wird meist zu Haschisch oder Marihuana verarbeitet. Doch Vorsicht: Der eintretende Rauschzustand birgt Gefahren.

Cannabis zählt zur Gattung der Hanfgewächse. Der wichtigste psychoaktive Inhaltsstoff (also ein auf die Psyche wirkender Stoff) von Hanfprodukten ist das Tetrahydrocannabinol (THC). THC wird in Form von Haschisch (auch Hasch, Dope, Shit) oder Marihuana (Gras) oder selten auch von Haschischöl konsumiert. Dabei kommen in der Regel die weiblichen Pflanzen zum Einsatz, da diese einen höheren THC-Gehalt aufweisen.

In Deutschland ist Cannabis auch unter dem Begriff Hanf bekannt. Zudem sind in der Szene diverse Namen für Cannabisprodukte in Gebrauch, wie zum Beispiel Brock, Brown, Dope, Heu, Kiff, Pott, Shit, Stuff oder Tea.

Zu den Konsumenten von Cannabis-Produkten zählen vor allem Jugendliche und junge Erwachsene. Wie ein Rausch verläuft, ist nicht vorhersehbar: Die Wirkung von THC ist von vielen Faktoren abhängig, so zum Beispiel von der aufgenommenen Menge, dem persönlichen Befinden und davon, in welcher Form das Cannabis konsumiert wurde. Während beim Rauchen mit einer raschen Wirkung zu rechnen ist, führt das Essen oder Trinken von Cannabis-Produkten zu langsamer einsetzenden Effekten.

Eigenanbau mit strengen Auflagen

Seit Juli 2014 können chronisch Kranke in engen Grenzen Cannabis für den Eigengebrauch anbauen – als "Notlösung", sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. So muss der Patient "austherapiert" sein und es darf keine andere Behandlungsalternative zum Cannabis zur Verfügung stehen. Zudem ist der Eigenanbau nur erlaubt, wenn sich der Patient Cannabisprodukte aus der Apotheke nicht leisten kann.

Die Inhaltsstoffe von Hanf wirken je nach Stimmungslage beruhigend oder schmerzlindernd, können aber auch zu Apathie und Desinteresse führen. Eine Gefahr kann aber durch verzögerte Reaktionen, beispielsweise im Straßenverkehr, auftreten. Nicht zuletzt besteht auch das Risiko, eine psychische Cannabis-Abhängigkeit zu entwickeln, die mit Entzugserscheinungen wie Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Ängsten und Freudlosigkeit verbunden sein kann.

Video: Drogenabhängigkeit – wie entsteht eine Sucht?

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