Trennkost

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. März 2013)

© Imagestate/The Food Collection

Trennkost ist eine besondere Form der Diät. Sie geht auf eine Theorie des amerikanischen Arztes Howard Hay (1866-1940) zurück. Er ging davon aus, dass der menschliche Körper nicht dazu in der Lage sei, eiweißreiche (säurebildende) und kohlenhydratreiche (basenbildende) Lebensmittel gleichzeitig zu verdauen. Demnach fördere eine gleichzeitige Aufnahme Verdauungsstörungen und Übergewicht.

Trennkost-Rezepte beinhalten alle Lebensmittel einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Allerdings ist dabei zu beachten, dass Eiweiße und Kohlenhydrate nicht gleichzeitig, sondern zeitlich getrennt aufgenommen werden. Außerdem sollen pflanzliche (basenbildende) Lebensmittel die Grundlage der Diät bilden. Dagegen sollen säurebildende, also eiweißreiche Lebensmittel nur eingeschränkt aufgenommen werden, um einer Übersäuerung des Körpers entgegenzuwirken. Laut Hay behindere eine Übersäuerung den Stoffwechsel.

Darüber hinaus schreibt die Trennkost vor, sogenannte "unnatürliche" Lebensmittel nur eingeschränkt zu verzehren: Dazu gehören unter anderem Weißmehl, Fertiggerichte, Zucker, Süßigkeiten, konservierte Früchte und fettreiche Lebensmittel. Weitere Empfehlungen der Trennkost sind nicht mehr als 100 Gramm Fleisch und nicht mehr als 30 bis 60 Gramm Fett pro Tag aufzunehmen. Auf Alkohol sollen Befürworter der Trennkost ganz verzichten.

Alle Ernährungspläne der Trennkost beruhen auf den Erkenntnissen Hays. Seine Annahme entbehrt jedoch jeder wissenschaftlichen Grundlage. Nach heutigem Kenntnisstand der physiologischen Abläufe des Verdauungsprozesses scheint die Trennung von eiweiß- und kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln nicht zu einer Gewichtsreduktion beizutragen. Trotzdem gelingt es vielen Menschen, mithilfe der Trennkost-Diät abzunehmen. Das liegt jedoch vielmehr an der Zusammensetzung der vegetarisch orientierten, fettarmen und ballaststoffreichen Ernährungsweise und dem Verzicht auf Süßigkeiten und Alkohol. Auch die These von der Übersäuerung des Körpers wird durch die Funktionsweise des Säure-Basen-Haushalts des menschlichen Organismus entkräftet.


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