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Schlank im Schlaf?

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (22. Januar 2013)

© Jupiterimages/iStockphoto

"Schlank im Schlaf" – das klingt traumhaft. Wer aber meint, allein vom Nichtstun, sprich vom Schlafen abnehmen zu können, der irrt. Gemeint ist mit "Schlank im Schlaf" eine spezielle Diät, bei der die nächtliche Fettverbrennung angekurbelt werden soll. Aber wie funktioniert das Abnehmen im Schlaf? Und: Ist diese Diät zu empfehlen?

Wer abends gern belegte Brötchen isst, wird nicht abnehmen – zumindest, wenn es nach den Anhängern von "Schlank im Schlaf" geht. Vielmehr sollen reichlich Eiweiße (Proteine) zum Abendbrot und viel Schlaf zu einer besseren Fettverbrennung verhelfen. Bewiesen ist diese Theorie allerdings nicht.

"Schlank im Schlaf" ist eine Art Insulin-Trennkost und wurde von Ernährungsmediziner und Internist Detlef Pape entwickelt. Im Mittelpunkt seines Abnehmkonzepts steht das Hormon Insulin. Insulin ist notwendig, damit die mit dem Essen aufgenommenen Kohlenhydrate (Zucker) aus dem Blut in die Körperzellen aufgenommen und genutzt werden können. Nehmen wir eine kohlenhydratreiche Mahlzeit zu uns – etwa Nudeln oder ein Marmeladenbrötchen –, steigt der Zuckerspiegel im Blut zunächst an. Jetzt beginnt die Bauchspeicheldrüse, vermehrt Insulin zu produzieren, denn Insulin dient als "Schlüssel", um den im Blut befindlichen Zucker in den ganzen Körper transportieren zu können.

Insulin hemmt die Fettverbrennung – und fördert zudem, dass der Körper vermehrt Fett speichert. Papes Schlussfolgerung: Wer viele Kohlenhydrate zu sich nimmt, nimmt schnell zu. Ziel von "Schlank im Schlaf" ist es daher, wenig Insulin zu produzieren. Da der Körper auch nachts im Schlaf viel Fett verbrennen kann, sollten Anhänger von "Schlank im Schlaf" insbesondere abends auf Kohlenhydrate verzichten, um die Fettverbrennung nicht zu behindern. Die Ernährung nach Schlank im Schlaf enthält viele Proteine, wenig Fett und relativ wenige Kohlenhydrate.

Die Methode "Schlank im Schlaf" ist wissenschaftlich nicht bewiesen.

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Diese Standard-Insulin-Trennkost ist für gesunde Menschen mit Normalgewicht gedacht, welche ihr Gewicht halten wollen. Für kranke oder stark übergewichtige Personen sieht das "Schlank-im-Schlaf"-Konzept eine sogenannte reduzierte Insulin-Trennkost vor. Der Unterschied zwischen der Standardvariante und der reduzierten Trennkost betrifft nur das Mittagessen. Je nach Typ müssen Personen bei der reduzierten Insulin-Trennkost mittags auf weniger Kohlenhydrate (sog. Nomadentyp) oder weniger Proteine (sog. Ackerbautyp) achten.

Für Menschen, die mit der herkömmlichen"Schlank-im-Schlaf"-Methode nicht abgenommen haben, gibt es spezielle "optimierte" Trennkostformen, die Detlef Pape auch als "Turboformen" bezeichnet. Anhänger dieser Variante müssen mittags auf Kohlenhydrate oder Proteine verzichten – je nachdem, welchem Stoffwechseltyp sie angehören.

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