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Pillen und Operationen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (02. Januar 2017)

© Banana Stock/Family Health

Abnehmen – ohne Diät und schweißtreibenden Sport – ist der Traum vieler übergewichtiger Menschen. Wann kommen Appetitzügler, Fettaufnahmehemmer oder OPs infrage?

Appetitzügler und Fettaufnahmehemmer

Das Abnehmen allein mithilfe von Schlankheitspillen erscheint auf den ersten Blick für viele verführerisch einfach. Ein Wirkstoff, der hierfür häufig zum Einsatz kommt, ist zum Beispiel Orlistat.

 Dabei darf man jedoch nicht vergessen, dass solche Pillen oft schwere Nebenwirkungen haben und eine dauerhafte Einnahme gesundheitsschädlich sein kann. Sie werden daher im Allgemeinen nur bei sehr starkem Übergewicht (Adipositas) verschrieben, wenn eine Ernährungsumstellung und Sport zu keiner Gewichtsabnahme geführt haben.

Allerdings ist es nur mit Pillen einnehmen nicht getan. Eine dauerhafte Gewichtsabnahme ist im Normalfall immer auch mit einer Umstellung der Lebensgewohnheiten verbunden: Eine gesunde und ausgewogene Ernährung in Verbindung mit ausreichend Bewegung sind die besten Voraussetzungen, das persönliche Wunschgewicht zu halten. Gelingt einem das nicht, kann man nach dem Absetzen solcher Pillen schnell wieder zunehmen, möglicherweise sogar mehr als man vorher gewogen hat. Jedenfalls, wenn man in alte und bequem gewordene Essgewohnheiten zurückfällt.

Die Meinungen über den Nutzen von Appetitzüglern und Fettaufnahmehemmern bei einer Gewichtsabnahme gehen auseinander. Manche Experten sind der Ansicht, dass man Appetitzügler durchaus eine Zeit lang unterstützend einnehmen kann, wenn im Anschluss auch die Ernährung umgestellt wird. Andere Mediziner geben die zum Teil starken Nebenwirkungen zu bedenken.

Viele zugelassene, appetitzügelnde Medikamente mussten aufgrund der Nebenwirkungen wieder vom Markt genommen werden (z.B. Produkte mit dem Wirkstoff Rimonabant oder Sibutramin).

Orlistat

Der verschreibungspflichtige Wirkstoff Orlistat kann bei übergewichtigen Menschen (mit einem BMI über 28) zusammen mit leicht kalorienreduzierter Nahrung zur Gewichtsverringerung eingesetzt werden, wenn eine Gewichtsabnahme durch Bewegung oder Ernährungsumstellung bisher erfolglos war. Zusätzlich müssen weitere Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder ein erhöhter Cholesterinspiegel nachgewiesen sein.

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Der Wirkstoff Orlistat verringert die Aufnahme von Fett, indem er das körpereigene Enzym Lipase daran hindert, Nahrungsfette zu spalten (sog. Lipasehemmer). Diese können dadurch im Darm nicht vom Organismus aufgenommen werden und verlassen den Körper unverdaut beim nächsten Stuhlgang. Dadurch können unangenehme Nebenwirkungen entstehen, wie Fettstühle, Blähungen und Durchfall. Weitere mögliche Nebenwirkungen sind unter anderem:

Bei einer Behandlung mit Orlistat ist gleichzeitig auf eine fettarme Ernährung zu achten, um die Nebenwirkungen zu verringern. Gewöhnt sich der Betroffene auf diese Weise eine fettreduzierte Ernährung an, verliert er dadurch zusätzlich an Gewicht.

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