Magenballon

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (18. April 2013)

© iStock

Ein Magenballon ist eine Silikonhülle, die im Magen platziert und gefüllt wird. Der Magenballon kommt für übergewichtige Menschen als Abnehmhilfe infrage, zum Beispiel wenn andere Versuche, Gewicht zu verlieren, erfolglos waren.

Um den Magenballon zu platzieren, ist keine Operation notwendig – in der Regel noch nicht einmal eine Narkose. Meist genügt ein leichter Dämmerschlaf für den Eingriff, der insgesamt höchstens 20 Minuten dauert.

Während einer Magenspiegelung (Gastroskopie) legt der Arzt die ungefüllte Silikonhülle im Magen ab: Der schlaffe Ballon wird einfach über Mund und Speiseröhre des Betroffenen eingeführt. Im Magen füllt der Arzt den Magenballon schließlich über einen kleinen Schlauch mit etwa 400 bis 700 Millilitern (ml) Kochsalzlösung. Wie viel Flüssigkeit genau eingefüllt wird, hängt davon ab, wie groß der Magen des Betroffenen ist.

Nach dem Füllen wird der Schlauch einfach abgezogen, das Ventil des Magenballons schließt sich von selbst. Bis Magen und Körper sich an den Magenballon gewöhnt haben, dauert es etwa ein bis zwei Wochen.

Magenballon

Magenballon

Das Einsetzen des Magenballons erfolgt im Allgemeinen ambulant, das heißt, es ist kein längerer Krankenhausaufenthalt notwendig.

Der gefüllte Magenballon verkleinert das Magenvolumen des Betroffenen, wodurch zum einen weniger Nahrung in den Magen passt und sich zum anderen der Magen langsamer leert. Als Folge kommt es bereits nach kleinen Mahlzeiten rasch zu einem Sättigungs- und Völlegefühl.

Wie viel Gewicht man durch den Magenballon verliert, lässt sich nicht genau vorhersagen. Der Erfolg der Methode hängt auch von der aktiven Mitarbeit des Betroffenen ab. Eine begleitende Ernährungsberatung, die einem bei der Umstellung auf gesunde Essgewohnheiten hilft, ist zu empfehlen. Ebenso sollte regelmäßige Bewegung in die Alltagsroutine integriert werden, soweit es das Übergewicht des Betroffenen zulässt.

Der Magenballon verbleibt nicht dauerhaft im Magen, sondern höchstens für einen Zeitraum von sechs Monaten. Nach dieser Zeit entfernt der Arzt den Magenballon wieder. Hierfür punktiert der Arzt während einer Magenspiegelung den Ballon und saugt die Flüssigkeit ab. Die schlaffe Hülle zieht er schließlich durch Speiseröhre und Mund aus dem Körper heraus.

Ob man nach dem Entfernen des Magenballons wieder zunimmt, hängt vor allem davon ab, ob es einem gelingt, die neuen Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten auch in Zukunft beizubehalten.

Dies ist jedoch nicht immer leicht: Die meisten Betroffenen haben ein Jahr später etwa 40 Prozent des verlorenen Gewichts wieder zugenommen.


Glänzt Ihre Gesichtshaut?