Fastenkur

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (14. Januar 2015)

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Eine Fastenkur ist ein- bis mehrwöchiges Fasten nach bestimmten Regeln, dessen Zweck vor allem darin besteht, dem Körper etwas Gutes zu tun. Für viele fastende Menschen hat der freiwillige Verzicht auf Nahrung aber auch geistige und seelische Aspekte (wie die religiös begründete Fastenzeit).

Wer sich für eine Fastenkur entscheidet, kann unterschiedliche Ziele verfolgen: Manche Menschen fasten ab und zu, weil sie glauben, ihren Körper auf diese Weise "entschlacken" zu können und dessen Selbstheilungskräfte wecken zu können (sog. Heilfasten nach Buchinger). Ein Heilfasten kann auch unter ärztlicher Anleitung als Behandlungsmaßnahme erfolgen – zum Beispiel bei Stoffwechselerkrankungen, Herzerkrankungen oder chronischen Darmerkrankungen (sog. therapeutisches Heilfasten). Außerdem versprechen sich viele Menschen von Fastenkuren vor allem, ihr Körpergewicht zu verringern.

Nach einer Fastenkur ist jedoch das Risiko für eine rasche Gewichtszunahme sehr hoch, da sich der Körper beim Fasten auf die Hungersituation eingestellt hat. Wer dauerhaft abnehmen möchte, aber direkt nach dem Fasten die alten Essgewohnheiten wieder aufnimmt, verfehlt daher sein Ziel, denn: Der Körper lagert nach der Hungerperiode die Nahrung vermehrt als Fett ein, um in zukünftigen Hungersituationen besser auf den Energieentzug vorbereitet zu sein.

Auch wenn die Fastenkur beendet ist, kommt der Körper noch lange Zeit mit viel weniger Nahrung aus. Ob Nulldiät, Saftfasten oder Heilfasten – durch Fasten sind beim Abnehmen keine dauerhaften Erfolge zu erreichen.

Nur wer nach der Fastenkur die Ernährung umstellt, hat gute Aussicht auf eine dauerhafte Gewichtssenkung.

Fasten birgt auch Risiken für die Gesundheit: So ist totales Fasten beispielsweise mit einem ständigen Eiweißverlust verbunden, was auf Dauer verschiedene Komplikationen verursachen kann (mögliche Folgen sind z.B. Veränderungen am Herzmuskel). Daher ist eine Fastenkur ohne therapeutischen Zweck grundsätzlich nur für Menschen ratsam, die gesund sind.

Außerdem ist es wichtig, nicht über längere Zeit ohne ärztliche Betreuung zu fasten. Wer eine Fastenkur ins Auge fasst, sollte sich daher mit einem Arzt beraten – besonders dann, wenn eine Erkrankung vorliegt.

Unter bestimmten Umständen ist von einer Fastenkur grundsätzlich abzuraten. So sollten folgende Personengruppen überhaupt nicht fasten:


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