Zahnimplantate: Suprakonstruktion

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. November 2014)

Die sogenannte Suprakonstruktion (lat. supra = oberhalb, über) entspricht einer künstlichen Zahnkrone, die man auf die künstliche Zahnwurzel – das Zahnimplantat – aufsetzt. Mehrere Schrauben und Fassungen greifen ineinander und ermöglichen die individuelle Gestaltung dieses Zahnersatzes.

Einzelne Zahnlücken lassen sich mit einem Einzelzahnimplantat schließen, bei größeren Lücken beziehungsweise verkürzten Zahnreihen sind zwei oder mehrere Zahnimplantate nötig. Als Suprakonstruktion schraubt der Zahnarzt dann Kronen oder Brücken als festsitzenden Zahnersatz auf. Ein wichtiges Ziel ist, eine gute Kaufunktion zu erhalten beziehungsweise wiederherzustellen.

Falls nur noch wenige eigene Zähne im Mund sind – oder der Kiefer gar komplett zahnlos ist – kommt eine kombiniert festsitzende und herausnehmbare Suprakonstruktion infrage. Gerade für Menschen mit zahnlosem Unterkiefer erhöht sich der Kaukomfort dadurch enorm, da Totalprothesen bei diesen Patienten weniger Halt finden und möglicherweise Druckschmerzen verursachen können.