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Zahnersatz

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. November 2014)

Zahnbrücke

Ein Zahnersatz in Form einer Zahnbrücke wird von den angrenzenden Zähnen getragen. Er "überbrückt" also eine Zahnlücke. Die Zahnbrücke kann einen oder mehrere fehlende Zähne ersetzen. Der Zahnarzt entscheidet nach Lage und Länge einer Zahnlücke, ob und wie die Überbrückung der Lücken erfolgen soll. Außerdem spielt dabei auch eine Rolle, wie viele zusätzliche Lücken im Gebiss vorhanden sind und wie belastbar die noch vorhandenen Zähne sind.

Sind die Nachbarzähne gesund und stabil im Kiefer verankert, können sie als Pfeiler für die Brücke dienen. Der Zahnarzt überkront die Zähne dafür. Dazu schleift er diese Pfeilerzähne so zurecht, dass die Brücke hier gut haften kann. Die nötigen Arbeitsschritte beim Erstellen einer Brücke ähneln denen bei einer Zahnkrone. Der Unterschied liegt darin, dass der Zahntechniker zwischen den Zahnkronen auf den Pfeilerzähnen ein Mittelstück als Ersatz für den fehlenden Zahn einfügt. Sämtliche Materialien, die für Zahnkronen geeignet sind, kann der Zahnarzt auch bei Zahnbrücken einsetzen.

Wenn mehrere Lücken im Gebiss des Patienten vorhanden sind, entscheidet die Gesundheit der Restzähne und die jeweilige Lage der Zahnlücken darüber, welcher Zahnersatz ratsam und ob eine Zahnbrücke noch geeignet ist. Grundsätzlich kann auch ein Zahnimplantat als Brückenpfeiler dienen. Auch die Gesundheit des sogenannten Zahnhalteapparats, also von Kieferknochen und Zahnfleisch, ist ausschlaggebend für die Therapieplanung.

Grundsätzlich ist es günstiger, mehrere kleinere Brücken einzusetzen, als eine große Gesamtbrücke. Denn wenn im Lauf der Zeit einer der Brückenpfeiler erkrankt, muss der Zahnarzt in der Regel die komplette Brücke wieder entfernen; die Brücke ist dann unbrauchbar.

Variationsmöglichkeiten

Je nachdem, welche Zähne im Mund als Brückenpfeiler zur Verfügung stehen, gibt es verschiedene Befestigungsmöglichkeiten. Fehlt beispielsweise der letzte Zahn der Zahnreihe, so kann man die beiden vorletzten gesunden Zähne miteinander verbinden ("verblocken") und mit einem Anhänger versehen, der den fehlenden Zahn ersetzt.

In seltenen Fällen hält die Brücke auch an zwei Inlays in den Nachbarzähnen. Diese Variation ist sehr zahnschonend, da ein Beschleifen der Pfeilerzähne entfällt. Auch die Kombination aus Inlay-Pfeiler und einem Zahnkronen-Pfeiler ist möglich.

Klebebrücken haften lediglich am Zahnschmelz der Pfeilerzähne. Auch diese Methode ist zahnschonend, aber nicht so stabil wie fest verankerte Brücken. Die Klebebrücken lösen sich auch schneller wieder ab. Man rechnet zwar damit, dass nach zehn Jahren noch mehr als die Hälfte haften, aber Klebebrücken kommen nur bei kleinen Zahnlücken in Betracht und werden vorwiegend bei Jugendlichen eingesetzt. Patienten, die eine Klebebrücke tragen, sollten alle 6 bis spätestens 12 Monate bei ihrem Zahnarzt zur Kontrolle erscheinen. Lösen sich beide Enden der Brücke, besteht die Gefahr, dass der Patient den Zahnersatz verschluckt.

Pflege und Haltbarkeit

Damit eine Brücke lange hält, benötigt sie gezielte Pflege. Wenn Sie eine Brücke tragen, sollten Sie neben der Reinigung mit Zahnbürste und Zahnseide auch Zahnzwischenraumbürsten oder Superfloss (eine speziell verdickte Zahnseide) benutzen und damit das Mittelstück (sog. Zwischenglied) der Brücke säubern. Achten Sie dabei darauf, dass Sie vor allem den Spalt zwischen Brückenpfeiler und künstlichem Zahn sorgfältig reinigen, da sich hier leicht Speisereste verfangen und sich Bakterien ansiedeln können.

Eine Brücke kann bei guter Pflege bis zu 20 Jahre oder sogar länger halten. Aufgrund des Zahnfleischrückgangs im höheren Alter tauscht der Zahnarzt die Brücke dann aber meist aus. Zum einen sieht der zum Vorschein kommende Brücken- beziehungsweise Zahnkronenrand nicht schön aus, zum anderen ist dieser Bereich auch sehr anfällig für Zahnkaries. Bei einem starken Kariesbefall am Übergang von Pfeilerkrone zu Zahnstumpf kann ein neuer Zahnersatz notwendig sein. Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen sind deshalb empfehlenswert. So kann der Zahnarzt oft früh genug einschreiten und die Brücke noch "retten".






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