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Zahnärztliche Chirurgie

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (19. Mai 2011)

© Jupiterimages/iStockphoto

Unter zahnärztlicher Chirurgie versteht man Operationen, die die Zähne, den Kiefer oder die Weichgewebe der Mundhöhle betreffen. Die chirurgischen Eingriffe im Mundraum nehmen Zahnärzte oder in zahnärztlicher Chirurgie weitergebildete Zahnärzte (sog. Oralchirurgen) vor.

Chirurgische Eingriffe können etwa notwendig werden, wenn zum Beispiel Teile des Zahnhalteapparats entzündet sind (wie bei einer fortgeschrittenen Parodontitis) oder wenn im Rahmen einer Prothesenanpassung das Prothesenlager verbessert werden soll. Bei vielen Menschen werden zudem die Weisheitszähne in einem chirurgischen Eingriff entfernt.

Zur zahnärztlichen Chirurgie zählen unter anderem Maßnahmen wie:

  • chirurgische Parodontaltherapie
  • Osteotomie
  • Wurzelspitzenresektion (WSR)
  • Amputation
  • Exzision
  • Ektomie
  • Hemisektion
  • Inzision

Von der zahnärztlichen Chirurgie abzugrenzen ist die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, welche nicht durch Oralchirurgen, sondern durch Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen ausgeführt wird. Diese haben sowohl Medizin, als auch Zahnmedizin studiert und sind auf Wiederherstellungen im gesamten Gesichtsbereich spezialisiert. Kieferchirurgen widmen sich allerdings auch zusätzlich Eingriffen im Mundbereich.

Schiefliegender Zahn

Ein schief liegender Zahn macht oft eine Operation notwendig.

Zahnärztliche Maßnahmen in Form von Füllungstherapie oder Ähnlichem werden von Oralchirurgen normalerweise nicht durchgeführt. Daher findet in der Regel eine Zusammenarbeit mit dem behandelnden Zahnarzt statt.


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