Früherkennung von weißem Hautkrebs: Hautkrebs-Screening

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. September 2016)

Gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren haben alle zwei Jahre Anspruch auf eine Untersuchung zur Früherkennung von Hautkrebs, das sogenannte Hautkrebs-Screening. Die Kosten dafür übernimmt die Krankenkasse.

Das Hautkrebs-Screening kann ein Hautarzt oder ein speziell geschulter Hausarzt durchführen. Dabei wird er Ihre Haut sowohl auf hellen als auch auf schwarzen Hautkrebs mit bloßem Auge und einer hellen Lampe untersuchen.

Zunächst wird sich Ihr Arzt über Ihren Gesundheitszustand und mögliche Vorerkrankungen erkundigen. Zudem haben Sie die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Anschließend folgt das eigentliche Hautkrebs-Screening.

Gefährlich ist das Hautkrebs-Screening nicht. Allerdings ist es erforderlich, dass Sie sich komplett ausziehen, was Ihnen vielleicht unangenehm sein könnte. Auch, wenn die Schamgrenze anfangs hoch sein mag: Nur, wenn der Arzt alle Hautstellen – vom Kopf bis zu den Fußsohlen – betrachten kann, kann er einen Hautkrebs sicher ausschließen.

Sofern Ihr Hausarzt das Screening durchgeführt und eine verdächtige Hautstelle entdeckt hat, wird er Sie an einen Hautarzt verweisen, der sich Ihre Haut nochmals anschaut. Der Hautarzt wird unter lokaler Betäubung eine kleine Gewebeprobe entnehmen, die zur genauen Diagnose im Labor untersucht wird. Dies ist zunächst kein Grund zur Beunruhigung und kein Beweis dafür, dass es tatsächlich Krebs ist. Erst, wenn das Ergebnis aus dem Labor feststeht, kann Ihr Arzt zweifelsfrei sagen, ob es sich um Hautkrebs handelt oder nicht.

Beim Hautkrebs-Screening untersucht der Arzt die komplette Hautoberfläche – von Kopf bis Fuß. © Jupiterimages/iStockphoto

Beim Hautkrebs-Screening untersucht der Arzt die komplette Hautoberfläche – von Kopf bis Fuß.

Birgt das Hautkrebs-Screening auch Risiken?

Das Hautkrebs-Screening ermöglicht es dem Hautarzt, mögliche Krebsformen relativ zuverlässig zu erkennen. In manchen Fällen kann die Hautkrebs-Früherkennung auch mit Schäden oder Unannehmlichkeiten verbunden sein. So kann es sein, dass der Arzt eine verdächtige Hautstelle entfernt, die sich aber im Nachhinein bei der Untersuchung unter dem Mikroskop als gesund herausstellt. Dies kann unter Umständen eine psychische Belastung darstellen, zudem kann eventuell eine Narbe zurückbleiben.

Darüber hinaus kann es vorkommen, dass ein Hautkrebs trotz sorgfältiger Früherkennung unentdeckt bleibt. Daher ist es wichtig, immer wachsam zu bleiben und bei Veränderungen im Zweifelsfall noch einmal den Arzt aufzusuchen.

Ob die Vor- oder die Nachteile der Früherkennung überwiegen, muss Letzten Endes jeder für sich selbst entscheiden.