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Wärmetherapie & Kältetherapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (28. November 2013)

© Jupiterimages/Hemera

Die positiven Wirkungen von Wärme und Kälte bei Schmerzen und bestimmten Erkrankungen ist seit Jahrhunderten bekannt. Eine Methode, die beide Arten der Behandlung einsetzt, ist die sogenannte Kneipp-Therapie, die schon seit dem 19. Jahrhundert besonders im deutschsprachigen Raum großen Bekanntheitsgrad erreichte.

Die Wärmetherapie ist ein weit verbreitetes Verfahren zur Behandlung von Schmerzen und nichtentzündlichen Erkrankungen. Weitere Anwendungsgebiete sind zum Beispiel Erkältungen, Grippe, Muskelverspannungen oder Unterleibsschmerzen. Es gibt zahlreiche Behandlungsmethoden, die dafür sorgen, dass der Körper oder ein bestimmter Bereich (z.B. Rücken, Gelenke) mit Wärme versorgt wird. Bekannte Wärmetherapie-Verfahren sind beispielsweise

  • sogenannte heiße Rolle
  • Fango
  • Naturmoor
  • Rotlicht
  • Heißluft
  • Packungen
  • Wickel

Die Kältetherapie wird bei akuten und schmerzhaften Erkrankungen durchgeführt. Sie wird zum Beispiel bei Blutungen, Schwellungen oder Entzündungen in Form von Eisgüssen, Bädern oder anderen Methoden eingesetzt.

Auch wenn viele Menschen Wärme oder eine Abkühlung als wohltuend empfinden und somit als "hilfreich in allen Lebenslagen" ansehen, sollten Sie beachten, dass hohe oder niedrige Temperaturen bei bestimmten Erkrankungen wenig nutzen und in manchen Fällen auch schädlich sein können: Gegen eine Wärmetherapie sprechen zum Beispiel Erkrankungen wie Entzündungen der inneren Organe, Krebserkrankungen oder Epilepsie. Die Kältetherapie ist unter anderem bei Harnwegsinfekten, bei Regelschmerzen sowie bei entzündlichem Rheuma nicht geeignet. Beraten Sie sich mit einem Experten, also mit Ihrem Hausarzt oder mit Ihrem Apotheker, bevor Sie sich selbst mit einer Wärmetherapie oder einer Kältetherapie behandeln. Das ist nicht nur sinnvoll, um die richtige Methode zu finden – der Arzt kann zum Beispiel auch feststellen, was ursächlich hinter den Beschwerden steckt und Ihnen gegebenenfalls eine besser passende Therapie verordnen.

Diabetiker und andere Personen, bei denen das Temperaturempfinden gestört ist, sollten Wärme- und Kälteanwendungen ohnehin nur unter ärztlicher Aufsicht durchführen, um Verbrennungen beziehungsweise Erfrierungen zu vermeiden.


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