Vollnarkose (Allgemeinanästhesie)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (13. April 2013)

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Eine Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) ermöglicht es Ärzten, eine Operation vorzunehmen, ohne dass der Patient dabei Schmerzen empfindet oder bewusst wahrnimmt, was geschieht. Um dies zu erreichen verabreicht der Arzt Narkosemittel und andere Medikamente.

Folgende Kriterien kennzeichnen eine Vollnarkose:

  • Der Operierte spürt keinen Schmerz: Schmerzausschaltung (Analgesie)
  • Die Muskulatur entspannt sich (Relaxation).
  • Der Patient verliert das Bewusstsein und hat eine Erinnerungslücke für die Zeit des Eingriffs (Amnesie).
  • Eine Vollnarkose dämpft die Schutzreflexe.

In Deutschland leitet und überwacht ein Narkosearzt (Anästhesist) die Vollnarkose mithilfe elektronisch steuerbarer Narkosegeräte und weiterer Apparate. Sie messen den Blutdruck und die Herzfrequenz, bestimmen den Sauerstoffgehalt des Blutes und kontrollieren die Atmung.

Vor einer Vollnarkose Angst zu haben, ist heutzutage in medizinisch gut versorgten Ländern unbegründet. Dank moderner, gut steuerbarer Medikamente, einem hohen technischen Überwachungsstandard im Operationssaal und gut ausgebildeten Narkoseärzten bestehen beste Voraussetzungen, dass eine Vollnarkose ohne Komplikationen verläuft.

Eine Vollnarkose lässt sich mit Medikamenten, Narkosegasen oder einer Kombination beider herbeiführen. Bevor eine Operation oder ein Eingriff beginnt, muss der Narkosearzt sicherstellen, dass die die Narkose tief genug ist – der Betroffene also definitiv nichts von der medizinischen Maßnahme mitbekommt.

Vor jeder geplanten Vollnarkose erfolgt ein Aufklärungsgespräch zwischen einem Narkosearzt und dem Patienten. Dieses Gespräch dient dazu, die Krankengeschichte zu erheben und Hinweise auf etwaige Allergien zu erlangen. Zudem ist es wichtig, ob der Patient bei vorangegangenen Narkosen unter Umständen in bestimmter Weise negativ reagiert hat, etwa in Form vermehrter Übelkeit. In dem Gespräch legen die beiden zudem fest, welches Narkoseverfahren zum Einsatz kommt. Das Gespräch hilft dem Arzt, mögliche Risiken zu erkennen.