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Vakuumbiopsie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. Mai 2014)

Durchführung

Die Vakuumbiopsie ist ein minimalinvasives Verfahren zur Biopsie der Brust (lat.: Mamma) – die Durchführung der Gewebeentnahme findet also unter kleinstmöglicher Verletzung des Brustgewebes statt: Um die Gewebeprobe zu gewinnen, nutzt man bei dieser minimalinvasiven Brustbiopsie (MIBB) eine etwa drei Millimeter dünne Hohlnadel, in der sich ein winziges Hochgeschwindigkeitsmesser befindet.

Vor der Vakuumbiopsie erhalten Sie aber eine örtliche Betäubung (Lokalanästhesie), sodass Sie die Entnahme der Gewebeprobe kaum spüren: Die Biopsie der Brust ist so weniger schmerzhaft als zum Beispiel eine Blutabnahme aus der Vene.

Die Vakuumbiopsie der Brust läuft unter Bildüberwachung ab – das bedeutet: Vor und während der Gewebeentnahme macht man Aufnahmen der betroffenen Brust. Grundsätzlich sind für diese Bildüberwachung alle bildgebenden Verfahren geeignet. Hauptsächlich kommt bei der Vakuumbiopsie jedoch eine mammographische Überwachung (d.h. Röntgen) zum Einsatz. Dank der Bildüberwachung ist es möglich, sehr kleine, nicht tastbare Veränderungen aufzuspüren und zu entnehmen.

Die röntgengesteuerte Vakuumbiopsie ist zwar auch im Sitzen an einem speziellen Mammographiegerät möglich – häufiger findet sie aber im Liegen statt: Das bedeutet, dass Sie längere Zeit in Bauchlage auf einen speziellen Untersuchungstisch liegen, während die zu untersuchende Brust in einer dafür vorgesehenen Öffnung des Tischs fixiertist. Um die genaue Lage der Gewebeveränderung zu ermitteln, erfolgt nun eine Röntgenaufnahme aus verschiedenen Richtungen (sog. Stereotaxie: daher auch die Bezeichnung stereotaktische Vakuumbiopsie). Dann wird die Hohlnadel durch einen vier bis fünf Millimeter langen Schnitt genau in die berechnete Stelle der Brust eingeführt.

Ein Unterdruck (Vakuum) saugt das Gewebe in die Nadel ein und kleine Messer in der Nadel schneiden das eingesaugte Gewebe ab. Eine Druckveränderung transportiert die Gewebeprobe anschließend durch die Hohlnadel in eine Öffnung in der Nadelmitte, aus der man das Gewebe mit einer Pinzette entnehmen kann. Die Nadel ist bei der Gewebeentnahme um die eigene Achse drehbar, sodass es möglich ist, bei der Vakuumbiopsie mehrere (10 bis 20) bis zu zwei Zentimeter große, zylinderförmige Gewebeproben von der betroffenen Stelle und deren Umgebung zu entnehmen. Durch die Anzahl der Proben ist die diagnostische Sicherheit der Vakuumbiopsie wesentlich erhöht.

Die ultraschallgesteuerte Vakuumbiopsie der Brust funktioniert ähnlich wie das röntgengesteuerte Verfahren. Ein Unterschied in der Durchführung besteht darin, dass man hier auf dem Rücken statt auf dem Bauch liegt. Während die Bildüberwachung bei der röntgengesteuerten Biopsie der Brust durch Röntgenbilder erfolgt, kommt die ultraschallgesteuerte Biopsie außerdem ohne Strahlenbelastung aus: Stattdessen findet eine stetige Kontrolle auf dem Ultraschallbild statt. Die Gewebeproben entnimmt der Arzt mit einem computerunterstützten, handgeführten Gerät, an dem die Nadel angebracht ist.

Die ultraschallgesteuerte Vakuumbiopsie eignet sich zur Abklärung aller unter Ultraschall sichtbaren Veränderungen. Bei bestimmten Veränderungen – wie beispielsweise dem sogenannten Mikrokalk – ist dagegen nur die röntgengesteuerte Vakuumbiopsie geeignet, um Gewebeproben zu entnehmen.

Nach der Vakuumbiopsie kann der Arzt über die Biopsienadel einen zwei Millimeter großen Markierungsclip aus Metall an der biopsierten Stelle einsetzen: Bei späteren Kontrolluntersuchungen oder bei einem eventuellen chirurgischen Eingriff kann man anhand dieses Clips das Punktionsgebiet exakt bestimmen. Die entnommenen Gewebeproben kommen ins Labor, um sie dort feingeweblich zu untersuchen.






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