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Urinuntersuchung (Urinanalyse)

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (29. Mai 2013)

Allgemeines

Die Urinuntersuchung (Urinanalyse) gehört – neben der Befragung durch den Arzt zur Krankheitsgeschichte (Anamnese), der körperlichen Untersuchung und der Bestimmung der Blutwerte – seit jeher zu den grundlegenden Diagnosemitteln der Medizin.

Weil der Mensch nicht verwertbare und giftige Stoffwechselprodukte über den Urin (bzw. Harn) ausscheidet, erlaubt die Zusammensetzung seines Urins Rückschlüsse auf seinen Gesundheitszustand: So kann eine Urinuntersuchung wertvolle Hinweise auf Erkrankungen der Nieren und der ableitenden Harnwege liefern, indem sie im Urin krankhafte Bestandteile aufdeckt. Darüber hinaus ermöglicht es eine Urinanalyse, über den Nachweis bestimmter Stoffe im Urin auch auf Krankheiten anderer Organe zu schließen. Ein bekanntes Beispiel für solche Urinwerte ist Zucker im Urin: Hierbei weist ein deutliches Mehr an Traubenzucker (Glukose) auf einen Diabetes mellitus hin.

Man sieht einen Becher mit einer Urinprobe.

Eine Urinprobe lässt Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand zu.

Bei der Urinuntersuchung beurteilt man den Urin anhand verschiedener Kriterien. Zum einen spielt die täglich ausgeschiedene Urinmenge bei der Beurteilung eine wichtige Rolle: Ist die Harnausscheidung erhöht (wie z.B. bei Diabetikern) oder vermindert (wie z.B. bei einer Nierenstörung)? Zum anderen zielt die Urinanalyse darauf ab, die Beschaffenheit des Urins festzustellen. Hierzu ist eine möglichst frische Urinprobe notwendig.

Routinemäßig beurteilt der Arzt die Urinprobe zunächst makroskopisch: Die Urinuntersuchung beginnt also ohne Verwendung von Hilfsmitteln. Dabei achtet der Arzt auf Farbe und Geruch des Urins und darauf, ob der Urin trüb ist. Der nächste Schritt bei der Urinanalyse besteht darin, das Gewicht-Volumen-Verhältnis (sog. spezifisches Gewicht) des Urins zu ermitteln. Zur weiteren Urinuntersuchung stehen verschiedene Teststreifen zur Verfügung, mit denen man den pH-Wert im Urin messen und die Urinprobe auf verschiedene Bestandteile hin (z.B. Blut, Protein oder Zucker im Urin) untersuchen kann. Anschließend kann eine Untersuchung unter dem Mikroskop erfolgen; außerdem ist es bei der Harnuntersuchung möglich, eventuelle Bakterien oder andere Erreger im Urin genauer zu bestimmen und die Zusammensetzung des Harns einer chemischen Analyse zu unterziehen.






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