Urinuntersuchung (Urinanalyse): Menge

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (29. Mai 2013)

Zu einer Urinuntersuchung (Urinanalyse) gehört es, die täglich ausgeschiedene Menge an Urin zu erfassen. Bei der Beurteilung der Urinmenge ist zu beachten, dass sich sowohl das Alter als auch das Geschlecht auf die Urinausscheidung auswirkt. Durchschnittlich bildet der gesunde Mensch pro Tag 500 bis 2.000 Milliliter Harn. Dabei beeinflussen die Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme ebenso wie die Flüssigkeitsverluste über Schweiß, Atmung und Stuhlgang die Menge des Urins.

Wenn die bei der Urinuntersuchung ermittelte Menge an täglich ausgeschiedenem Urin von den Normalwerten abweicht, spricht der Mediziner von Oligurie, Anurie oder Polyurie:

  • Eine Oligurie (d.h. wenig Urin) liegt vor, wenn die Urinanalyse ergibt, dass die täglich ausgeschiedene Menge an Urin weniger als 500 Milliliter beträgt. Dies kann zum Beispiel die Folge von Nierenstörungen sein.
  • Von einer Anurie (d.h. kein Urin) spricht man, wenn der Körper weniger als 100 Milliliter Urin pro Tag ausscheidet.
  • Umgekehrt liegt eine Polyurie (d.h. viel Urin) bei einer Urinausscheidung von über zwei Litern pro Tag vor. Die Urinuntersuchung ergibt solche Werte zum Beispiel bei einem Diabetes mellitus.