Urinuntersuchung (Urinanalyse): Geruch

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (29. Mai 2013)

Neben der Urinmenge und -farbe ist bei der Urinuntersuchung (Urinanalyse) ein weiteres Merkmal aufschlussreich: der Geruch von Urin. Einerseits hat der Genuss bestimmter Speisen und Gewürze Einfluss darauf, wie Urin riecht – der Uringeruch verändert sich beispielsweise stark durch Spargel und Knoblauch. Andererseits können bestimmte Gerüche beim Harn auch Hinweise auf den gesundheitlichen Zustand liefern.

Ein bei der Urinuntersuchung wahrnehmbarer Obstgeruch weist auf Aceton im Urin hin. Eine solche Acetonausscheidung tritt bei einem entgleisten Diabetes mellitus auf. Wenn vom Urin ein stechender Geruch ausgeht, kann die weitere Urinanalyse eine erhöhte Menge von Ammoniak im Urin ergeben. Harn stinkt zum Beispiel dann streng nach Ammoniak, wenn eine Übersäuerung des Bluts (sog. Azidose) oder Hungerzustände vorliegen.