Urinuntersuchung (Urinanalyse): Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (29. Mai 2013)

Eine Urinuntersuchung – auch als Urinanalyse, Harnuntersuchung oder Harnanalyse bezeichnet – dient dazu, die Zusammensetzung von Urin (Harn) zu Diagnosezwecken zu prüfen. Urin (lat. urina, griech. úron) ist die bei Mensch und Säugetier natürlicherweise von den Nieren durch die Harnwege abgesonderte Flüssigkeit: Über sie scheidet der Körper die Endprodukte des Eiweißstoffwechsels sowie Wasser und verschiedene Mineralsalze aus. Der Ursprung des Begriffs Harn liegt im althochdeutschen Wort haran und bedeutet das Ausgeschiedene.

Die bei der Urinuntersuchung erfassten Urinwerte hängen von verschiedenen Faktoren ab: Vor allem die Menge und Art der Nahrung, das Alter und das Geschlecht bestimmen die chemische Zusammensetzung des Urins. Urin besteht zu 95 Prozent aus Wasser. Die darüber hinaus im Urin vorkommenden Substanzen teilt man ein in:

  • Normale Harnbestandteile: Bestandteile, die der Körper natürlicherweise im Harn ausscheidet
  • Krankhafte (pathologische) Harnbestandteile: Bestandteile, die nur bei Krankheiten im Urin auftreten