Ultraschalltherapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. Juli 2015)

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Eine Ultraschalltherapie ist ein alternatives Therapieverfahren, das schmerzhafte Beschwerden des Bewegungsapparats wie Gelenk- oder Wirbelsäulenerkrankungen lindern kann. Beim Ultraschall handelt es sich um sehr schnell aufeinanderfolgende (hochfrequente) Schallwellen, die für das menschliche Ohr nicht hörbar sind.

Ultraschall wird in der Medizin meistens als bildgebendes Verfahren genutzt, um Erkrankungen oder Veränderungen an Organen und anderen Weichteilen – und seltener auch an Gelenken – festzustellen. Während der Schwangerschaft hilft die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) dabei, die Entwicklung des Ungeborenen zu verfolgen. Sie ist damit fester Bestandteil der Schwangerenvorsorge. Bei der Ultraschalltherapie hingegen nutzt der Arzt die Schallwellen hauptsächlich, um entzündliche Erkrankungen und schmerzhafte Veränderungen an Muskeln, Sehnen, Nerven und Gelenken zu lindern sowie hartnäckige Muskelverspannungen aufzulockern.

Ultraschallwellen sind sehr schnell aufeinanderfolgende Längswellen (Longitudinalwellen), die sich immer nur in eine Richtung ausbreiten. Sie können nicht über die Luft, sondern nur über direkten Hautkontakt in die zu behandelnden Körperzonen weitergeleitet werden. Hierzu benutzt der Arzt einen sogenannten Schallkopf. Der Schallkopf ist per Kabel mit dem Ultraschallgerät verbunden. Er ist der Teil des Gerätes, der die Ultraschallwellen aussendet. Für die Schallwellenübertragung ist zudem ein flüssiges Medium notwendig, zum Beispiel ein spezielles Gel. Dieses trägt der Arzt vor der Ultraschalltherapie auf die jeweilige Körperpartie des Patienten auf. Anschließend führt er den Schallkopf des Ultraschallgeräts vorsichtig über die jeweilige Körperstelle und leitet so die Schallwellen direkt über die Haut in den Körper.

Aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften durchdringen Ultraschallwellen Haut, Unterhautbindegewebe, Fettschichten und Muskulatur, ohne viel Energie zu verlieren. Knochen reflektieren die Schallwellen stärker, an Knochengrenzen entsteht dabei Wärme, die man zur therapeutischen Zwecken nutzt. Somit ist die Ultraschalltherapie letztendlich eine Wärmetherapie (Thermotherapie).