Szintigraphie: Risiken

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. November 2014)

Als nuklearmedizinische Untersuchung ist die Szintigraphie mit einer Strahlenbelastung verbunden. Um die Risiken und Nebenwirkungen dieser Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten, kommen nur sehr kleine Mengen eines schwach radioaktiven Stoffs zum Einsatz, der im Körper sehr schnell zerfällt oder den Sie schnell wieder ausscheiden. Die mit einer Szintigraphie verbundene Strahlenbelastung entspricht etwa der einer Röntgenuntersuchung.

Doch auch von einer noch so geringen Strahlenbelastung wie bei der Szintigraphie gehen – wenn auch minimale – Risiken aus. Daher klären Ärzte nicht jeden Krebsverdacht routinemäßig szintigraphisch ab, sondern setzen die Szintigraphie nur gezielt nach Abwägung ihres Nutzens für jeden Einzelfall ein. Dabei kommen Szintigraphien grundsätzlich auch während der Schwangerschaft oder Stillzeit infrage – dies ist aber nur in dringenden Ausnahmefällen ratsam.

Wenn Sie sich einer Szintigraphie unterziehen, können Sie selbst außerdem wie folgt dazu beitragen, mögliche Risiken zu minimieren:

  • Wenn es sich bei dem verabreichten radioaktiven Stoff um eine Substanz handelt, die der Körper über die Nieren ausscheidet, ist es ratsam, dass Sie viel trinken und öfters auf die Toilette gehen: So verhindern Sie, dass sich die Substanz in der Harnblase ansammelt, und verringern die Strahlenbelastung zusätzlich.
  • Verzichten Sie vorsichtshalber nach der szintigraphischen Untersuchung einige Stunden lang auf engen Kontakt zu kleinen Kindern und zu Frauen, die schwanger sind oder gerade stillen.
  • Wenn Sie selbst gerade stillen, ist es empfehlenswert, Ihrem Baby in den ersten 24 bis 48 Stunden nach einer Szintigraphie nicht die Brust zu geben.