Szintigraphie: Formen der Szintigraphie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. November 2014)

Man kann zwei Formen der Szintigraphie unterscheiden – die statische und die dynamische Szintigraphie:

  • Die statische Szintigraphie kommt zum Einsatz, um darzustellen, wie die vor der Untersuchung verabreichten, schwach radioaktiven Stoffe (Radiopharmaka) zu einem bestimmten Zeitpunkt verteilt sind. Diese Form der Szintigraphie kommt daher nur für Untersuchungen infrage, bei denen sich die Verteilung innerhalb des Untersuchungszeitraums von maximal 30 Minuten nicht oder nur geringfügig verändert.
  • Die dynamische Szintigraphie dient dazu, die Verteilung der Radiopharmaka stetig über einen bestimmten Zeitraum von durchschnittlich 30 Minuten zu erfassen. Auf diese Weise ist es beispielsweise möglich, die Durchblutung einer bestimmten Region, die Nierenfunktion (Nierenszintigraphie) oder die Ausscheidung aus der Leber (Leberszintigraphie) zu untersuchen.

SPECT

Die SPECT (für engl. Single Photon Emission Computed Tomography = Einzelphotonenemissionstomographie) ist eine Form der Szintigraphie, welche die Gammakamera und die Computertomographie miteinander kombiniert. Mithilfe der SPECT ist es möglich, Querschnittsbilder in allen drei Raumebenen (= dreidimensional) von der zu untersuchenden Region zu erstellen. Dadurch kann man gleichzeitig Daten zur Funktion und zum Aufbau des Körpers beziehungsweise der untersuchten Region erheben.

Bei der SPECT liegen Sie auf einer Liege, während sich die Aufnahmeeinheiten um die Liege drehen. Im Gegensatz zur normalen Computertomographie tritt die zu messende Strahlung bei der SPECT jedoch nicht von außen über die drehbare Röntgenröhre durch Sie hindurch, sondern stammt von Ihnen selbst: Wie bei allen Formen von Szintigraphie erhalten Sie bei der SPECT vor der Untersuchung ein schwach radioaktives Mittel, sodass Sie Gammastrahlung nach außen abstrahlen.