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Stuhluntersuchung (Stuhlprobe): Konsistenz

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. Juni 2014)

Bei der Stuhluntersuchung prüft der Arzt die Beschaffenheit (Konsistenz) des Stuhls anhand einer Stuhlprobe. Im Normalfall ist der Stuhl klar geformt, wobei die Konsistenz von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein kann. Verschiedene Krankheiten führen dazu, dass der Stuhlgang sichtbar von einer "normalen" Konsistenz abweicht, er kann von dünnflüssig über breiig bis hin zu klebrig sein:

  • Gärungsstuhl (Fäulnisdyspepsie): Typisch für Gärungsstuhl ist eine große Ausscheidungsmenge. Er hat eine schaumige Konsistenz, schwimmt auf Wasser und riecht scharf. Gärungsstuhl entsteht, wenn keine Verdauung der Kohlenhydrate aus der Nahrung in den oberen Darmabschnitten erfolgt und die normalen Darmbakterien sie erst im Dickdarm abbauen. Ursache kann eine zu hohe Kohlenhydratzufuhr sein oder die Nahrung passiert den Dünndarm zu schnell. Dann ist zum Beispiel Stärke im Stuhl nachweisbar.
  • Fäulnisstuhl (Fäulnisdyspepsie): Ein faulig stinkender Stuhl von eher dünner Konsistenz ist ein sogenannter Fäulnisstuhl. Er entsteht durch eine unvollständige Verdauung von Eiweiß in der Nahrung, etwa bei Funktionsstörungen der Bauchspeicheldrüse und des Darms.
  • Fettstuhl (Steatorrhoe): Fettstuhl ist ein lehmartiger, klebriger und glänzender Stuhl mit einem scharfen Geruch. Er entsteht, wenn der Körper das Fett der Nahrung nicht vollständig verdaut.
  • Reiswasserstuhl: Bei Reiswasserstuhl handelt es sich um einen mehlsuppenähnlichen Stuhl, der bei Cholera auftritt. Bei dieser Erkrankung verliert der Betroffene über den Reiswasserstuhl extreme Flüssigkeitsmengen.
  • Himbeergeleeartiger Stuhl: Bei einer Amöbenruhr entsteht ein breiiger, schleimiger und blutiger Stuhlgang.
  • Eitrig-jauchiger Stuhl: Ein eitrig-jauchig riechender Stuhl kommt zum Beispiel vor, wenn sich Darmausstülpungen – sogenannte Divertikel – entzünden und eitern (Divertikulitis), bei Parasitenbefall oder Abszessen.

Wer solche Veränderungen der Stuhl-Konsistenz bei sich feststellt, sollte einen Arzt um Rat fragen. Er wird eine Stuhlprobe untersuchen lassen, um eine Diagnose zu erhalten. Im Anschluss kann er eine angemessene Therapie einleiten.


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