Strahlentherapie (Radiotherapie): Nebenwirkungen

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (29. Januar 2013)

Eine Strahlentherapie kann mit unterschiedlichen Nebenwirkungen einhergehen. Dank besserer Planung und moderner Technik können die Nebenwirkungen heutzutage jedoch eingeschränkt werden. Wirklich schwere Nebenwirkungen treten bei der Strahlentherapie eher selten auf – vielmehr handelt es sich meist um vorübergehende Symptome, die kurz nach der Behandlung wieder abklingen. Die meisten Patienten fühlen sich während einer ambulanten Strahlentherapie kaum durch die Nebenwirkungen eingeschränkt. Ob und inwiefern sie arbeiten, Sport treiben oder reisen dürfen, entscheidet der Arzt im Einzelfall.

Das Bild zeigt einen Mann, der sich an die Schläfen greift. © Jupiterimages/Wavebreak Media

Kopfschmerzen gehören zu möglichen Nebenwirkungen einer Strahlentherapie.

Dennoch hängen Art und Ausmaß der Nebenwirkungen vor allem von der Strahlendosis und der bestrahlten Körperregion ab. Aber auch die Schwere der Erkrankung und der Allgemeinzustand des Patienten spielen eine Rolle. Je kleiner die Einzeldosis, desto geringer sind die Nebenwirkungen und desto kleiner ist das Risiko von Spätschäden. Ein gewisses Maß an Nebenwirkungen muss fast jeder Patient in Kauf nehmen. Eine positive Einstellung ist das beste Mittel, um Beschwerden durch die Strahlentherapie zu trotzen.

Zu möglichen akuten Nebenwirkungen einer Strahlentherapie zählen beispielsweise Symptome wie:

Lokale Nebenwirkungen treten in der Regel nur im Bereich der bestrahlten Region auf – zu Haarausfall auf dem Kopf kann es demnach nur dann kommen, wenn auch tatsächlich der Kopfbereich bestrahlt worden ist.

Nach einigen Monaten bis Jahren können noch Spätreaktionen auftreten, so zum Beispiel eine Verfärbung der Haut.

Manche Patienten stellen sich die Frage, ob eine Strahlentherapie selbst zu Krebs führen kann. Dieses Risiko ist jedoch im Vergleich zum Nutzen verschwindend gering – vielmehr wird die Strahlung exakt auf das kranke Gewebe gerichtet und die Strahlendosis auf das Nötigste reduziert.