Sehtest: beim Augenarzt oder Optiker

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (14. Oktober 2015)

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Der Sehtest ist ein wichtiger Bestandteil einer Augenuntersuchung. Hier prüft der Arzt die Sehschärfe (Visus) des Auges. Spezialist für den Sehtests ist der Augenarzt. Wenn keine Augenuntersuchung, sondern beispielsweise nur eine neue Sehhilfe nötig ist, kann auch ein Optiker die Sehschärfe testen.

Die Sehschärfe beschreibt das Auflösungsvermögen des Auges – also die Fähigkeit, aus einer bestimmten Entfernung zwei nahe beieinanderliegende Punkte noch einzeln wahrzunehmen. Die normale Sehschärfe entspricht einem sogenannten Visus von 1 (100 Prozent).

Beim Sehtest unterscheidet man zwischen dem Nahvisus und dem Fernvisus. Der Nahvisus ist die Sehschärfe aus einer Entfernung von 40 Zentimetern und ist beispielsweise zum Lesen nötig. Der Fernvisus ist die Sehschärfe ab einer Entfernung von einem Meter. Mit zunehmendem Alter nimmt der Visus zwar ab, aber für viele alltägliche Tätigkeiten reicht eine Sehschärfe von 0,6 bis 0,7 aus. Beim Autofahren oder Fernsehen ist dann jedoch eine Sehhilfe nötig.

Für ein eingeschränktes Sehvermögen gibt es verschiedene Ursachen. Unser Video erklärt, wie eine geringe Sehkraft entstehen kann.

Die Sehschärfe hängt aber nicht nur vom Auflösungsvermögen unserer Netzhaut ab – also vom Augenhintergrund, auf dem das Bild abgebildet wird –, sondern auch von den Brechungs- beziehungsweise Refraktionseigenschaften des gesamten optischen Apparats: Dieser besteht aus der Hornhaut, der Linse, dem Kammerwasser der vorderen und hinteren Augenkammer und dem Glaskörper. Er bricht und bündelt das ins Auge fallende Licht so, dass auf der Netzhaut ein verkleinertes Bild entsteht.

Illustration: Anatomie des Auges. © Jupiterimages/Dorling Kindersley RF

Der optische Apparat setzt sich zusammen aus Hornhaut, Linse, Kammerwasser der Augenkammern und Glaskörper. Kommt es hier zu Veränderungen, kann ein Sehtest dies aufdecken.

Durch einen Sehtest lassen sich auch Veränderungen des optischen Apparats ermitteln. Ist beispielsweise der Augapfel zu lang, macht dies kurzsichtig, da der Brennpunkt der Lichtstrahlen nicht genau auf, sondern kurz vor der Netzhaut liegt. Umgekehrt verhält es sich, wenn der Augapfel im Verhältnis zu seiner Brechkraft zu kurz ist: Dann entsteht das scharfe Bild erst hinter der Netzhaut – das Auge ist weitsichtig.