Schwarzer Hautkrebs: Früherkennung: Wie kann ich Hautkrebs erkennen?

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (14. August 2015)

Der schwarze Hautkrebs (Melanom) ist – verglichen mit anderen Hautkrebsformen – besonders bösartig und streut häufig in andere Organe (z.B. Lunge, Leber, Knochen, Gehirn), bildet also Metastasen.

Doch: früh erkannt ist schwarzer Hautkrebs fast immer heilbar. Daher ist die Hautkrebs-Früherkennung so wichtig.

Vorhandene Pigmentmale (Leberflecken, Muttermale) sollte man vor allem nach folgenden Kriterien beobachten:

ABCDE-Regel

Kriterium Erklärung
A: Asymmetrie Ein Pigmentmal ist auffällig, wenn seine Form nicht gleichmäßig rund oder oval aufgebaut ist.
B: Begrenzung Das Pigmentmal sollte scharf und regelmäßig begrenzt sein. Auffällig sind Flecken mit unscharfen, "verwaschen" wirkenden Begrenzungen oder Flecken mit unregelmäßigen Ausfransungen oder Ausläufern.
C: Colorit (Farbe) Die Färbung des Melanoms ist in sich uneinheitlich und reicht von rötlich über braun und schwarz bis grau und selten weißlich. Tumorverdächtig ist deshalb ein Leberfleck mit unterschiedlichen Farbtönen.
D: Durchmesser Auffällig sind Pigmentmale, deren Durchmesser größer als fünf Millimeter ist.
E: Erhabenheit Verdächtig sind auch halbkugelförmige, in die Höhe wachsende Pigmentmale.

Unter anderem aus dieser ABCDE-Regel ergeben sich typische Merkmale, die als Warnsignale für ein Melanom gelten:

  • Das Pigmentmal ist im Vergleich mit anderen Malen sehr dunkel (Farbe: braun-schwarz oder schwarz).
  • Form und /oder Farbe sind unregelmäßig; die Farbe verändert sich.
  • Der Durchmesser ist größer als fünf Millimeter.
  • Das Pigmentmal verändert sich nach Jahren plötzlich (wird z.B. größer oder asymmetrisch).
  • Ein bestehendes oder neues Pigmentmal macht sich durch Brennen, Juckreiz oder Bluten bemerkbar.

Wenn Sie auffällige Hautveränderungen an sich festgestellt haben, ist es ratsam, unverzüglich einen Hautarzt (Dermatologen) aufzusuchen.