Schmerztherapie: Selbst aktiv werden

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (18. April 2017)

Die Möglichkeiten der Schmerztherapie können nur dann voll ausgeschöpft werden, wenn der Patient aktiv dabei mithilft.

Bewegung in den Alltag integrieren

Schmerzen verleiten oft zu einer Schonhaltung; dies ist aber nicht in jedem Fall empfehlenswert. Manchmal kann eine Schonhaltung die Beschwerden weiter verschlimmern.

Regelmäßige Bewegung im Alltag ist zwar nicht immer, aber doch in vielen Fällen ein wichtiger Bestandteil der Schmerztherapie. Insbesondere bei chronischen Schmerzen haben Studien belegt, dass sich Bewegung insgesamt positiv auswirkt. Wichtig ist dabei jedoch, dass die körperliche Aktivität an die individuelle Situation angepasst wird – am besten in Absprache mit dem behandelnden Arzt.

Bevor Sie Ihr Bewegungsprogramm starten: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Sportarten und welches Pensum für Sie geeignet sind!

Egal wie weit, egal wie schnell: Hauptsache ist, in Bewegung zu bleiben! © iStock

Egal wie weit, egal wie schnell: Hauptsache ist, in Bewegung zu bleiben!

Wer sich zwei- bis dreimal pro Woche körperlich betätigt, kann oft schon eine Menge gegen den Schmerz tun. Dauer und Intensität des Trainings können nach und nach vorsichtig gesteigert werden.

Welche Sportarten sind geeignet?

Generell gelten „sanfte Sportarten“ bei chronischen Schmerzen als gut geeignet:

Weniger geeignet sind Sportarten wie Squash oder Alpin-Ski – vor allem, wenn Rücken oder Gelenke von den Schmerzen betroffen sind.

Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach: Bestimmte Sportkurse werden von den gesetzlichen Kassen bezahlt.

Eine positive Einstellung kann helfen

Nicht nur regelmäßige Bewegung, auch eine positive Einstellung kann dazu beitragen, den Schmerz zu bewältigen:

  • Wer positiv denkt, kann aktiv dabei beitragen, mit Schmerzen besser umzugehen.
  • Stress und Anspannung können Schmerzen verschlimmern. Versuchen Sie, eine Balance zwischen An- und Entspannung zu finden – möglich wäre, eine Entspannungsmethode zu erlernen.
  • Bleiben Sie in Kontakt mit anderen Menschen, anstatt sich zurückzuziehen. So legen Sie den Fokus nicht auf den Schmerz, sondern auf andere (positive) Dinge!