Schmerztherapie: Physiotherapeutische Anwendungen

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (18. April 2017)

In der Schmerzmedizin können physiotherapeutische Elemente hilfreich sein, um Verspannungen zu lösen, schonende Bewegungsläufe zu trainieren, Fehlhaltungen zu erkennen oder um eine schwache Muskulatur zu kräftigen.

Im Rahmen der Schmerztherapie können folgende physiotherapeutische Anwendungen sinnvoll sein:

  • Bewegungstherapie („Krankengymnastik“), etwa für Kräftigungsübungen oder um eine Fehlhaltung zu korrigieren
  • Massagen, um Muskeln und Bindegewebe zu lockern
  • Wärmetherapie, um Muskeln verstärkt zu durchbluten und zu lockern
  • Reizstrom / Elektrotherapie, um die Durchblutung anzuregen; ein Beispiel ist die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS): Elektroden auf der Haut geben elektrische Stromimpulse ab (Wechselstrom) – der Patient nimmt ein leichtes Kribbeln wahr.
  • manuelle Therapie, bei der Schmerzen und Bewegungseinschränkungen mit der Hand untersucht und behandelt werden

Elektrotherapie: Mit Strom gegen den Schmerz

Die Elektrotherapie versucht, mithilfe von Stromwellen auf den Schmerz Einfluss zu nehmen. Durch Stromreize auf der Haut verändert sich der Zustand der Nervenzellen. So lässt sich beispielsweise die Muskelspannung oder die Durchblutung beeinflussen. Je nachdem, welche Wirkung gewünscht wird, werden unterschiedliche elektrische Frequenzen und Stromstärken verwendet.

Mit physiotherapeutischer Hilfe lassen sich Schmerzzustände beeinflussen. © Jupiterimages/Wavebreak Media

Mit physiotherapeutischer Hilfe lassen sich Schmerzzustände beeinflussen.