Schmerztherapie: Neurochirurgische Eingriffe und Rückenmarkstimulation

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (18. April 2017)

Bei Schmerzen, die durch einen eingeklemmten Nerv entstanden sind, kann in manchen Fällen ein Neurochirurg helfen, zum Beispiel bei

Der Neurochirurg kann Nerven, die gequetscht werden – etwa bei einem akuten Bandscheibenvorfall – entlasten beziehungsweise freilegen, sodass die Schmerzen nachlassen oder deutlich gelindert werden. Auch ist es möglich, Nerven zu veröden oder zu durchtrennen. Allerdings kommt diese Möglichkeit nur selten in Betracht, denn auf lange Sicht kann dies die Beschwerden sogar noch verschlimmern.

Rückenmarkstimulation

Bei der Rückenmarkstimulation (SCS = Spinal Cord Stimulation) sorgen elektrische Reize dafür, dass Schmerzimpulse im Rückenmark gehemmt und nicht weitergeleitet werden. Diese Methode kann zum Beispiel nach Operationen am Rücken zum Einsatz kommen, wenn keine Besserung erzielt werden konnte. Der Arzt implantiert einen "Nervenschrittmacher" unter einem Rippenbogen, der elektrische Reize aussendet. Die Stärke des Reizes kann individuell eingestellt werden.