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Progressive Muskelentspannung (progressive Muskelrelaxation) nach Jacobson

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (06. März 2014)

© Jupiterimages/Stockbyte

Die progressive Muskelentspannung nach Jacobson (progressive Muskelrelaxation, PMR) zählt zu den Entspannungstechniken und kann auf Dauer dabei helfen, Stresssituationen besser zu bewältigen. Wer sie regelmäßig praktiziert, fühlt sich meist schon nach wenigen Wochen insgesamt entspannter und ausgeglichener.

Wer gestresst ist, hat in der Regel auch eine erhöhte Muskelspannung bis hin zu unangenehmen oder sogar schmerzhaften Verspannungen. Durch die progressive Muskelentspannung lässt sich die Muskelanspannung verringern – dabei nehmen gleichzeitig auch Nervosität oder emotionale Anspannung ab.

Indem man einzelne Muskelpartien bewusst an- und entspannt, lenkt man die Aufmerksamkeit auf diese Körperbereiche. Der Übende soll während der progressiven Muskelrelaxation wahrnehmen, wie sich der Unterschied zwischen den beiden Spannungszuständen anfühlt.

Wer Spannungszustände der Muskulatur aktiv minimiert, beugt allgemeinen Stressreaktionen vor – getreu dem Prinzip: Wenn der Körper sich entspannt, entspannt sich auch die Psyche – und andersherum.

Die progressive Muskelentspannung nach Jacobson ist sehr effektiv und lässt sich schnell und einfach erlernen. Bei regelmäßigem Training ist schon nach kurzer Zeit eine körperliche und psychische Entspannung möglich.

Historisches

Die progressive Muskelentspannung geht auf den amerikanischen Arzt, Physiologen und Psychologen Edmund Jacobson (1888-1983) zurück. Jacobson erkannte schon Anfang des 20. Jahrhunderts, dass sich Entspannung am besten erlernen lässt, wenn eine Person gezielt Muskeln an- und entspannt und diese Zustandsänderung bewusst wahrnimmt. Er glaubte, dass sich einer muskulären Entspannung automatisch auch eine geistige Entspannung anschließt.


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