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Phytotherapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. April 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Die Phytotherapie oder Pflanzenheilkunde (griech. phyton = Pflanze, therapeia = Pflege) ist eines der ältesten Therapieverfahren: Schon vor langer Zeit haben sich Menschen Pflanzen zunutze gemacht, um Krankheiten zu behandeln und Beschwerden zu lindern.

Die in der Phytotherapie verwendeten Heilpflanzen kommen frisch, getrocknet oder als Extrakte zum Einsatz und sind beispielsweise auch zur Herstellung von Tee, Kapseln, Tropfen oder Salben geeignet. Hinsichtlich der Wirksamkeit unterscheiden sich sowohl die einzelnen Heilpflanzen als auch die verschiedenen aus einer Heilpflanze hergestellten Präparate. In der Pharmakologie unterteilt man die Pflanzen nach ihrer Wirksamkeit in drei Arten:

  • milde Pflanzen (Mite)
  • starke Pflanzen (Forte)
  • alle sonstigen, dazwischen liegenden Pflanzen, die keine besondere Kennzeichnung haben

Man unterscheidet verschiedene Formen der Phytotherapie:

  • Die traditionelle Phytotherapie ist ein volksheilkundliches Verfahren, das sich hauptsächlich auf überlieferte Erfahrungen stützt. Sonderformen der traditionellen Pflanzenheilkunde, die sich über Jahrtausende entwickelt haben, sind ein wichtiger Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und der Ayurvedischen Medizin in Indien.
  • Die rationale Phytotherapie (auch allopathische Phytotherapie genannt) macht sich das überlieferte Wissen aus der traditionellen Pflanzenheilkunde zunutze, erhebt dabei aber den Anspruch, in der Behandlung von Krankheiten naturwissenschaftliche Standards zu erfüllen.

Im Gegensatz zu manch anderen naturheilkundlichen und alternativen Verfahren – wie beispielsweise die Homöopathie – gründet sich die rationale Phytotherapie nicht auf eigenen, von der (natur-)wissenschaftlichen abweichenden Anschauungen oder Erklärungsmodellen. Entsprechend ist die Wirkungsweise der Phytopharmaka – anders als die von homöopathischen Mitteln – innerhalb des naturwissenschaftlichen Weltbilds nachvollziehbar. Ein wichtiger Unterschied diesbezüglich ist der Zusammenhang von Dosis und Wirkung: Je höher in der Pflanzenheilkunde die Dosis, desto stärker wirkt sie auch, während es sich in der Homöopathie genau umgekehrt verhalten soll.


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